Viele Pharmaunternehmen haben bei der Digitalisierung die Etikettierung vernachlässigt. Dabei bieten ihnen digitale und zentralisierte Etikettierungstechnologien zahlreiche Vorteile: von verbesserter Compliance und größerer Konsistenz bis hin zu effizienteren Prozessen und mehr Agilität.
Die pharmazeutische Industrie ist stark reguliert und muss strengen gesetzlichen Vorgaben gerecht werden. Zudem unterliegt sie einem hohen Kostendruck, da die Markteinführung neuer Medikamente mit großen Investitionen verbunden ist. Pharmaunternehmen, denen es gelingt, die Einhaltung der Vorschriften mit einem effizienten Herstellungsprozess und der Aufrechterhaltung der Qualität am besten miteinander in Einklang zu bringen, verschaffen sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Aus diesem Grund digitalisiert die Pharmaindustrie weltweit ihre Lieferketten.
Ein Aspekt, der dabei oft übersehen wird, sind die Etikettierungsverfahren. Sie spielen für die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen und Sicherheitsstandards aber eine entscheidende Rolle. Das Etikett dient nicht nur als eindeutiger Identifikator zum Nachweis der Authentizität gegenüber medizinischem Fachpersonal und Patienten. Es stellt auch sicher, dass die Wirkstoffe und Konzentrationen klar verständlich angegeben werden. Einen Spielraum für Fehler gibt es hier nicht. Ungenaue Angaben könnten schwerwiegende Konsequenzen haben.
Fragmentierte Systemlandschaften
Historisch gewachsen findet sich in Pharmaunternehmen häufig eine fragmentierte Systemlandschaft. Die einzelnen Betriebe und lokalen Organisationen haben im Laufe der Zeit unabhängig voneinander Etikettendrucker erworben, was zu nicht zueinanderpassenden Software- und Drucklösungen innerhalb ein und desselben Unternehmens geführt hat. Zudem müssen bei der Etikettierung zahlreiche markt- und länderspezifische Anforderungen erfüllt werden. Das Ergebnis ist häufig eine Etikettendatenbank mit Tausenden von Etikettenvarianten.
Die Erstellung mehrerer Etikettenvorlagen über unterschiedliche Systeme in verschiedenen Regionen hinweg ist ein kostspieliger, aufwendiger und fehleranfälliger Prozess. Zudem erschwert eine fragmentierte Etikettierungsumgebung auch die rechtzeitige und effiziente Umsetzung von Änderungen. Das kann zahlreiche Probleme verursachen, zumal einige Märkte die Dokumentation jeder Änderung einschließlich neuer und aktualisierter Etikettenvorlagen erfordern.
Etikettierungsprozess digitalisieren
Ein modernes Etikettenmanagementsystem kann diese Probleme lösen, indem es den gesamten Prozess digitalisiert – vom Etikettendesign über den Druck bis hin zur Verwaltung. Zu den zentralen Eigenschaften einer geeigneten Lösung zählen:




