Bei statisch arbeitenden Mischern erfolgt die Vermischung durch feststehende Teil- und Leitelemente, die im Strömungskanal eingebaut sind. Die Einbauten werden unterschieden in Barrieremischer und strömungstechnisch richtige Mischer. Im Gegensatz zu Barrieremischern weisen diese Mischer einen entscheidenden Vorteil auf: Sie können sich selbst reinigen. Die Wirkungsweise solch eines strömungstechnisch richtigen Mischers lässt sich am besten an seiner klassischen Urform, dem Wendelmischer, erklären. Er besteht aus einer Anzahl wendelförmiger Mischelemente. Normalerweise ist jedes dieser Elemente um 180° in sich verwunden; es gibt jedoch auch Mischelemente mit anderen Verwindungswinkeln. Rechts- und linksgängige Elemente folgen im Mischer abwechselnd hintereinander und bilden die statisch arbeitende Mischstrecke. Die Austrittskante eines Elementes bildet mit der Eintrittskante des folgenden Elementes jeweils einen Winkel von 90°.
Trifft nun das anströmende und zu mischende Medium auf die Eintrittskante eines Mischelementes, so teilt es sich in zwei Teilströme und folgt den beiden halbkreisförmigen Strömungskanälen. An jeder nachfolgenden Elementkante werden die beiden Teilströme erneut geteilt und mit je einem Teilstrom des benachbarten Strömungskanals wieder vereint. Diese Schichtenbildung erfolgt nach der Beziehung s = 2n (s = Anzahl der Schichten, n = Anzahl der Mischelemente). Die Schichtdicke ist dann ds = D/2n (ds = Schichtdicke, D = Mischerdurchmesser). Neben dieser durch Schichtenbildung bewirkten Mischqualität findet sowohl bei laminarer als auch bei turbulenter Strömung eine Rotation des Mischmediums um den hydraulischen Mittelpunkt eines jeden Strömungskanals statt. Durch diesen Rotationseffekt wird eine zusätzliche radiale Mischwirkung erzielt.
Der Rohrmischer Erestat stellt eine Spezial- und Weiterentwicklung dieses Grundtyps dar (Bild 1). Ursprünglich in erster Linie für die Belange der Lebensmittelindustrie und für die angrenzenden Branchen konzipiert, wird jedoch inzwischen mit diesem Rohrmischer alles gemischt, was gerade noch pumpfähig ist.
Im Gegensatz zum herkömmlichen Wendelmischer besteht die Besonderheit des Erestat darin, dass in einem aus Normteilen bestehenden Edelstahlgehäuse ein so genannter Strömungskörper installiert ist, der den ankommenden Gemengestrom in dem Rohrmischer in einen Strom mit kreisringflächenförmigem Querschnitt wandelt. Die Teil- und Leitelemente sind so auf dem Strömungskörper angebracht, dass sie den Gemengestrom in mindestens vier Teilströme teilen. Von Mischstufe zu Mischstufe wird jeder dieser Teilströme zwangsläufig wieder geteilt und geometrisch versetzt wieder zusammengeführt. Darüber hinaus erfahren die Teilströme von Mischstufe zu Mischstufe jeweils eine Richtungsänderung. Die Teil- und Leitelemente sind auf dem Strömungskörper durch besondere geometrische Verhältnisse so angeordnet, dass die vier entstehenden Strömungskanäle jeweils in ihrer Durchflussrichtung erheblich unterschiedliche Querschnitte aufweisen (Bild 2). Dadurch wird während des Mischvorganges im Rohrmischer eine pulsierende Strömung erzeugt.




