Hochpotente Wirkstoffe, strengere regulatorische Vorgaben und steigender Kostendruck verlangen nach Anlagen, die Sicherheit, Effizienz und Compliance gleichermaßen gewährleisten. Zur Interpack 2026 zeigt Bausch+Ströbel, wie sich diese Herausforderungen mit ganzheitlichen Lösungen entlang der gesamten Produktionslinie adressieren lassen – von Containment und Abfülltechnologie bis zu digitalen Linienmanagementsystemen.
Die pharmazeutische Industrie steht vor einem grundlegenden Wandel. Immer potentere Wirkstoffe, komplexere Produktionsprozesse und verschärfte regulatorische Anforderungen erhöhen den Druck auf Hersteller, ihre Anlagen sicher, flexibel und effizient zu betreiben. In diesem Umfeld gewinnt ein Ansatz zunehmend an Bedeutung: Sicherheit entsteht nicht allein durch einzelne Technologien, sondern durch integrierte Gesamtlösungen.
Aseptische Pulververarbeitung
Genau hier setzt der Maschinen- und Anlagenbauer Bausch+Ströbel an. Auf der Interpack 2026 präsentiert das Unternehmen ein Portfolio aus etablierten Systemen und neuen Entwicklungen. Ein zentrales Exponat ist eine Füll- und Verschließmaschine mit integriertem Isolator. Gerade bei der Verarbeitung sensibler oder hochpotenter Wirkstoffe spielt Containment eine entscheidende Rolle. Der Isolator schützt Produkt, Prozess und Bediener gleichermaßen und sorgt gleichzeitig für stabile aseptische Bedingungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der aseptischen Verarbeitung pulverförmiger Arzneimittel. Hier stellt Bausch+Ströbel eine neu entwickelte Anlage vor, die durch ein spezielles Transportsystem gekennzeichnet ist. Dieses führt die Packmittel besonders schonend durch die Anlage und deckt einen breiten Formatbereich ab. Gleichzeitig reduziert das Konzept die Anzahl notwendiger Formatteile und erleichtert Wartung sowie Formatwechsel. Unterschiedliche Dosiertechnologien – darunter Vacuum-Pressure-Dosing und Scroll-Dosing – ermöglichen eine flexible Anpassung an verschiedene Pulverprodukte.
Etikettierung von Spritzen
Eine neue Hochleistungsmaschine für die Etikettierung und Montage von Spritzen adressiert insbesondere steigende Anforderungen an Rückverfolgbarkeit, Manipulationsschutz und Druckqualität.
Die modular aufgebauten Systeme ermöglichen die Integration verschiedener Drucktechnologien. Ein servo-gesteuerter Zwischentransport trennt dabei Druck- und
Etikettierprozess voneinander und verbessert so die Druckqualität bei gleichzeitig
reduziertem Ausschuss.
Ergänzend sorgen präzise Montageschritte für Komponenten wie Plunger Rod, Backstop oder Nadelschutz dafür, dass Funktionalität und Sicherheit der Spritzen zuverlässig gewährleistet sind.
Mit der Plattform Omnia stellt Bausch+Ströbel ein modulares Softwarekonzept vor, das Maschinen IoT-fähig macht und Anwender bei der Analyse und Optimierung ihrer Produktionslinien unterstützt. Neu integriert ist ein Linienmanagementsystem, das Echtzeitdaten, Chargeninformationen und Rezepte zentral zusammenführt. Funktionen wie Linienübersicht, Reporting, OEE-Analysen sowie Chargen- und Rezeptmanagement ermöglichen eine transparente Steuerung komplexer Produktionsumgebungen. (br)
Bausch+Ströbel SE + Co. KG, Ilshofen
Halle 16, Stand D15




