Zum Inhalt springen
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
Branche:PharmaKosmetikOTC & Gesundheit
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Pharma ProzesstechnikKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Pharma Prozesstechnik
    © 2026 Pharma Prozesstechnik
    Startseite/Anlagen & Verfahren/Artikel
    Richtlinien für die Auswahl von Rührwerksdichtungen in Hygieneanwendungen
    Bildquelle nicht angegeben
    Anlagen & Verfahren

    Richtlinien für die Auswahl von Rührwerksdichtungen in Hygieneanwendungen

    Für ihre Vermeidung von Kontaminationen in der Pharmaindustrie stellen Dichtungen eine Schlüsselkomponente dar. Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte bei der Auswahl von Rührwerksdichtungen gibt diese Guideline.
    Veröffentlicht
    01. März 2019
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Anlagen & Verfahren

    Produktionsstillstände, Chargenausfälle und die Gefährdung von Mensch und Umwelt drohen, wenn in der pharmazeutischen Industrie ungeeignetes Produktionsequipment eingesetzt wird. Größter Risikofaktor sind dabei Kontaminationen. Für ihre Vermeidung stellen Dichtungen eine Schlüsselkomponente dar. Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte bei der Auswahl von Rührwerksdichtungen gibt diese Guideline.

    Als Orientierung bei der Auswahl von Rührwerksdichtungen dienen den Pharmaherstellern Richtlinien von international anerkannten Organisationen wie der FDA (Food and Drug Administration) oder der USP (United States Pharmacopeia).

    Kontamination hat in der Herstellung pharmazeutischer Produkte eine doppelte Risikodimension. Auf der einen Seite gilt es, alle erdenklichen Faktoren für die Kontamination der Produkte selbst zu vermeiden. Auf der anderen Seite muss die Freisetzung von Produktionssubstanzen in die Umgebung aufgrund des hohen Gefährdungspotenzials vieler verwendeter Medien und Vorprodukte ausgeschlossen werden. Im Zusammenhang mit Dichtungen gibt es für beide Dimensionen jeweils ein ganzes Set an Aspekten, die für die Auswahl und den Einsatz zu berücksichtigen sind.

    Augen auf bei der Werkstoffwahl

    Welche Charakteristiken die zu verwendenden Werkstoffe einer Dichtung aufweisen müssen, begründen die jeweiligen Anwendungen und Spezifikationen des Anlagenbetreibers. Unerlässlich ist für Rührwerksdichtungen in hygienischen Anwendungen, dass produktberührende Oberflächen in keinem Fall mit den Prozessmedien reagieren und deren Qualität verändern dürfen.

    Hierbei wird grundsätzlich zwischen metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen unterschieden. Metallische Werkstoffe wie 316L Edelstahl oder höherwertige Edelstähle sind geltender Standard und können in der Regel bedenkenlos eingesetzt werden. Nichtmetallische Materialien müssen über eine zugehörige Compliance-Dokumentation als geeignet für pharmazeutische Anwendungen ausgewiesen sein.

    Im Standard 21 CFR 177 listet die FDA nichtmetallische Materialien, die die Anforderungen für Werkstoffe in hygienischen Anwendungen erfüllen. Werden Werkstoffe aus dieser Liste verwendet, ist der Nachweis verhältnismäßig einfach zu erbringen. Für einige Applikationen ist jedoch darüber hinaus die Zulassung der Materialien nach USP Class IV gefordert. Um die Anforderungen an die Compliance-Dokumentation zu erfüllen, müssen diese von einem externen Labor auf extrahierbare Stoffe getestet werden. Auch ein Nachweis über die biologische Reaktivität kann verlangt werden.

    Eine weitere zentrale Anforderung an die zu wählenden Werkstoffe ist die Beständigkeit gegen Reinigungs- bzw. Sterilisationsmedien.

    Pharma

    Mehr aus Anlagen & Verfahren

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Anlagen & Verfahren.

    Alle Anlagen & Verfahren-Artikel
    Serialisierung und Track & Trace in der Pharmaindustrie: Grundlagen, Systeme und regulatorische Anforderungen
    Anlagen & Verfahren

    Serialisierung und Track & Trace in der Pharmaindustrie: Grundlagen, Systeme und regulatorische Anforderungen

    15. Oktober 2026

    Serialisierung ist heute ein gesetzlich vorgeschriebener Standard in der pharmazeutischen Lieferkette. Dieser Artikel erklärt die technischen Grundlagen, gängigen Systemarchitekturen und regulatorischen…

    Reinraumtechnik in der Pharmaproduktion: Grundlagen, Klassifizierung und Auslegung
    Anlagen & Verfahren

    Reinraumtechnik in der Pharmaproduktion: Grundlagen, Klassifizierung und Auslegung

    14. Oktober 2026

    Reinräume sind das Herzstück jeder kontrollierten Pharmaproduktion – ihre Auslegung, Klassifizierung und Betriebssicherheit bestimmen maßgeblich die Produktqualität und die regulatorische Compliance. Dieser Artikel…

    ← Zurück zu Anlagen & VerfahrenZur Startseite

    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Prävention durch Konstruktion

    Nicht nur die Materialien, sondern auch das Dichtungsdesign beeinflussen die Reinigungsfähigkeit sowie die Effektivität von CIP-/SIP-Prozessen. Grundsätzlich sind folgende Kriterien beim Engineering zu berücksichtigen:

    • Minimierung von Spalten
    • Vermeidung von Toträumen
    • Keine Gewinde oder Schrauben an produktberührten Oberflächen – falls unvermeidlich, dann steriltechnisch einwandfreie Abdichtung
    • Verrundung von Ecken und Kanten
    • Geschlossene, homogene und kratzfeste Oberflächen
    • Geringer Rauheitswert für produktberührte Oberflächen
    • Selbstentleerung

    Spalten und Toträume

    Spalten, die durch O-Ring-Nuten, Gewinde und Metall-auf-Metall-Oberflächen unweigerlich vorhanden sind, sollten bei der Konstruktion so weit wie möglich minimiert werden. An Stellen, an denen sie nicht zu vermeiden sind, müssen sie reinigungsfreundlich gestaltet werden. Bei O-Ring-Nuten stellt die Öffnung der Nut eine einfache konstruktive Maßnahme für eine verbesserte Reinigungsfähigkeit dar. Denn dadurch können Reinigungsmittel oder Dampf einfacher an die kritischen Stellen gelangen. Die konstruktive Herausforderung besteht dabei darin, die Funktionsfähigkeit in allen Betriebszuständen weiterhin zu gewährleisten und das Extrusionsrisiko zu minimieren. Eine andere Möglichkeit sind Formteile, die die Nut komplett ausfüllen und damit Tot-räume minimieren. Innengewinde sollten nicht mit dem Prozessmedium in Kontakt kommen. Sie werden entweder durch statische O-Ringe isoliert oder durch Hygieneanschlüsse ersetzt und so komplett eliminiert.

    Der Innenraum der Dichtung muss so gestaltet sein, dass Reinigungs- und Sterilisationsmedien im eingebauten Zustand ablaufen können. Das heißt beispielsweise, dass die Bohrungen für Federn und Stifte durchgebohrt werden müssen. Kann ein komplettes Ablaufen nicht gewährleistet werden, ist dies eine Quelle für die Kontamination des Produktes.

    Besondere Vorsicht ist auch bei horizontalem Einbau der Dichtung, z. B. in Schaufeltrocknern gegeben. Der Innenraum der Dichtung bildet dabei einen nicht zu vermeidenden Totraum, in dem sich Reinigungs- bzw. Sterilisationsmedien ansammeln. Um dies zu verhindern, muss die Dichtung während der Reinigung bzw. Sterilisation langsam drehen. Auch im Bereich der Anschlüsse für Versorgungs- oder Spülmedien ist zu gewährleisten, dass keine sogenannten Säcke entstehen, in denen sich Flüssigkeit ansammeln kann.

    Gestaltung von Oberflächen

    Die Gestaltung der Oberflächen spielt für die Reinigungsfähigkeit der verwendeten Komponenten eine elementare Rolle. Der empfohlene Rauheitswert für eine leicht zu reinigende Metalloberfläche liegt bei Ra 0,8 µm. Dieser Wert hat sich in der Praxis bewährt. Es gibt allerdings auch kunden-
    individuelle Spezifikationen, die niedrigere Rauhigkeiten fordern, bis hin zu elektropolierten Oberflächen.

    Dichtungsbedingte Kontamination

    Dichtungskomponenten können selbst die Ursache für Kontaminationen darstellen. Durch die Wahl des passenden Dichtungstyps (Einzel- oder Mehrfachdichtung), der richtigen Materialzusammensetzung von Gleit- und Gegenring, durch konstruktive Anpassungen sowie die passende Dichtungsversorgung lassen sich solche Kontaminationen verhindern.

    Fazit

    Die Auswahl des geeigneten Dichtungssystems für pharmazeutische Anwendungen ist sehr komplex, da viele Themen bzgl. Werkstoffen, konstruktiver Ausführung und Fahrweise der Dichtung berücksichtigt werden müssen. Auch hat jeder Anwender seine eigenen Anforderungen und Limitierungen, die ebenfalls bei der Auswahl eine große Rolle spielen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass der Betreiber der Anlage direkt mit dem Dichtungshersteller im Kontakt ist,
    um frühzeitig die Diskussion zu führen, welches Dichtungssystem am besten für
    eine spezielle Anwendung geeignet ist.

    Mehr über die besonderen Spezifikationen und konstruktiven Besonderheiten, die
    Einzel- und Mehrfachdichtungen von Eagleburgmann auszeichnen, erfahren Sie in einem Whitepaper, das zum Download unter https://prozesstechnik.industrie.de/firmenverzeichnis/eagleburgmann/1555/ bereitsteht.

    www.prozesstechnik-online.de

    Suchwort: phpro0219eagleburgmann

    Aseptische Abfüllung flüssiger Parenteralia: Grundlagen, Verfahren und GMP-Anforderungen
    Anlagen & Verfahren

    Aseptische Abfüllung flüssiger Parenteralia: Grundlagen, Verfahren und GMP-Anforderungen

    12. Oktober 2026

    Die aseptische Abfüllung steriler Injektions- und Infusionslösungen zählt zu den anspruchsvollsten Prozessen der pharmazeutischen Produktion. Dieser Artikel erläutert die verfahrenstechnischen Grundlagen, gängige…

    Tablettierung in der Feststoffproduktion: Grundlagen, Maschinenkonzepte und Qualitätsanforderungen
    Anlagen & Verfahren

    Tablettierung in der Feststoffproduktion: Grundlagen, Maschinenkonzepte und Qualitätsanforderungen

    9. Oktober 2026

    Die Tablettierung zählt zu den zentralen Prozessen der pharmazeutischen Feststoffproduktion. Dieser Artikel erläutert die grundlegenden Wirkprinzipien, gängige Maschinenkonzepte, relevante Qualitätsparameter und die…