Die ART-Plattenreaktoren ermöglichen eine kontinuierliche Herstellung von Fein- und Spezialchemikalien. Interessant sind die Anlagen außerdem für die Biotech- und Pharmaindustrie. Im Vergleich zu klassischen Rührtankreaktoren erlauben die ART-Plattenreaktoren eine schnellere Erweiterung, höhere Ausbeuten und eine bessere Kontrolle der Reaktion. Die Alfa Laval-Plattenreaktoren kombinieren die Eigenschaften von kontinuierlichen chemischen Reaktoren mit denen von Plattenwärmeübertragern. Zwischen den Wärmeübertragungsplatten befinden sich Reaktorplatten, die die Strömungsrichtung beeinflussen. Druckplatten sorgen für den Zusammenhalt. So entsteht eine modulare Reaktoreinheit. Anschlüsse entlang des Reaktionskanals bieten Zugriff auf die Reaktionsmischung; so können Messungen durchgeführt, Proben entnommen und Reaktionspartner hinzugefügt werden. Die mechanische Konstruktion der ART-Reaktoren erlaubt Reaktionen bei Temperaturen von -40 bis +200 °C und Drücken bis 20 bar. Die Produktreihe umfasst Reaktoreinheiten mit Kapazitäten von 0,25 l/h bis zu 1 m³/h. Das heißt: Anwendungen im F&E-Labor sind ebenso abgedeckt wie der Einsatz in der Produktion.
Die Vorteile, die die ART-Plattenreaktoren den Anwendern in der chemischen und pharmazeutischen Industrie bieten, sind vielfältig: Der für den Plattenwärmeübertrager typische, sehr gute Wärmeübergang wird mit einem effizienten Mischprozess kombiniert. Deshalb kann der Ablauf der Reaktionen in der Einheit zuverlässig gesteuert werden. Bestehende Prozesse lassen sich verbessern oder neue Produkte entwickeln. Im Unterschied zu einem Reaktor, der im Chargenbetrieb arbeitet, werden beim Plattenreaktor die Reaktionspartner kontinuierlich eingespeist. Dieses Verfahren ist sicherer, weil das Reaktionsvolumen um bis zu 99 % geringer als bei der Chargenverarbeitung ist. Außerdem müssen bei Reaktoren im Chargenbetrieb die Reaktionspartner mit Lösemitteln verdünnt werden. Im Unterschied dazu arbeiten die ART-Plattenreaktoren mit Ausgangsstoffen in der optimalen Konzentration. Auf diese Weise wird das Entstehen von Nebenprodukten verringert. Es verdampfen keine Lösemittel und die Energiekosten werden reduziert. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sich die Plattenreaktoren sehr gut automatisieren lassen.
Die in zwei Baugrößen erhältlichen Reaktoren können sehr gut an unterschiedliche Prozess- bzw. Leistungsanforderungen angepasst werden. Hierfür kann der Anwender auf verschiedene Plattengrößen zurückgreifen. Außerdem lässt sich der Reaktor mit einer unterschiedlichen Anzahl von Platten betreiben. Letztere stehen in den Werkstoffen 316 L, Hastelloy oder PEEK zur Verfügung. Auch in puncto Reinigungsfreundlichkeit erfüllen die ART-Reaktoren höchste Ansprüche, denn sie sind binnen weniger Minuten zerlegt und wieder zusammengebaut.




