Bei extremer Kälte wird eine effektive Luftentfeuchtung zur Herausforderung. Kühllager für Impfstoffe, zum Teil mit Lagertemperaturen von -70 °C haben dann mit gravierenden Folgen zu kämpfen: Vereisungen, Raureif an Wänden und Regalen, dazu Nebelbildung. Umso wichtiger ist es, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, beispielsweise mit einer intelligenten Luftentfeuchtung, die auch mit extremer Kälte zurechtkommt. Die Installation ist auch nachträglich möglich.
Corona-Impfstoffe werden uns noch lange begleiten – und mit ihnen eine komplexe Logistik und spezielle Herausforderungen bei Lagerung und Transport. Vor allem mRNA-basierte Impfstoffe stellen besondere Anforderungen an die Lagerung: Comirnaty von Biontech/Pfizer ist bei -90 bis -60 °C sechs Monate haltbar. Covid-19 Vaccine Moderna kann sieben Monate bei -25 bis -15 °C aufbewahrt werden.
Die Luftfeuchte ist entscheidend
Lagertemperaturen von weit unter 0 °C stellen hohe Anforderungen an die zur Klimatisierung eingesetzte Technik. Während des Kühlprozesses geht es um wesentlich mehr, als die Temperatur des empfindlichen Kühlgutes konstant auf dem gewünschten Niveau zu halten. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Regelung der Luftfeuchte.
Denn sobald sich die Türen zum Lagerraum beim Abtransport oder Einbringen öffnen, strömt wärmere und feuchte Luft ein. Wird sie nicht abgeführt, kondensiert das Wasser aus der Luft und schlägt sich als Flüssigkeit auf Böden, Wänden und Waren nieder. Zudem bildet sich Nebel. Im Tiefkühllager bedeutet das, dass das gefrorene Kondenswasser als Eisschicht oder Raureif auf den Produkten zu Problemen führt und die Betriebssicherheit gefährdet. Eine etwaig vorhandene Temperaturschleuse, die vor dem Lagerraum installiert ist, kann dieses Problem nicht allein verhindern, wenn sie nicht selbst über eine Luftentfeuchtung verfügt.
Effizienter Betrieb eines Kühlllagers
Doch gerade in diesem Niedrigtemperaturbereich erweist sich die technische Realisierung einer effektiven Luftentfeuchtung als besonders anspruchsvoll, wie der Vertrieb von Condair anhand eines aktuellen Beispiels berichtet. In Deutschland sorgte das Unternehmen vor kurzem mit Hilfe von Adsorptionstrocknung für den sicheren und effizienten Betrieb eines Impfstofflagers.
Condair hat seinen Fokus auf hygienische und energieeffiziente Produkte gesetzt. Das Unternehmen wurde bereits in der Planungs- und Auslegungsphase des Projektes hinzugerufen, um das Feuchtethema von Anfang an zu berücksichtigen. Ziel war es, die Luftschleuse vor dem eigentlichen Kühlraum mit -70 °C bei einer Temperatur von -20 °C und 30 % relativer Luftfeuchte zu halten.




