Zum Inhalt springen
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
Branche:PharmaKosmetikOTC & Gesundheit
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Pharma ProzesstechnikKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Pharma Prozesstechnik
    © 2026 Pharma Prozesstechnik
    Startseite/Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen/Artikel
    Keine Chance für Manipulation
    Bildquelle nicht angegeben
    Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen

    Keine Chance für Manipulation

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass weltweit inzwischen jedes zweite im Internet bezogene Medikament gefälscht ist. Erkennen lassen
    Veröffentlicht
    05. April 2017
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen

    Neben dem wirtschaftlichen Schaden bergen Arzneimittelfälschungen auch erhebliche gesundheitliche Risiken. Die Europäische Union hat die Probleme erkannt und mit der Fälschungsschutzrichtlinie 2011/62/EU reagiert. Im Gegensatz zur Serialisierung, deren Anforderungen in der EU-Richtlinie sehr weitgehend beschrieben werden, wird das Antimanipulationsmerkmal allerdings nur sehr vage behandelt. Die Norm DIN EN 16679 zeigt zumindest das Spektrum der Möglichkeiten auf, welches recht überschaubar ist. Für die gängigen Pharmafaltschachteln kommen vor allem vier Lösungen infrage: das sind mit Klebstoff verschlossene Faltschachteln, spezielle Faltschachtelkonstruktionen, Folienumhüllungen und Siegeletiketten.

    Um die bestehenden Faltschachteln weiter einsetzen zu können, ist unter Kosten-Nutzen-Aspekten vor allem der Einsatz von Siegeletiketten interessant. Damit diese zuverlässig ihren Dienst erfüllen, kamen hier bislang jedoch oftmals sehr spezielle Materialien zum Einsatz, etwa „Bröselfolien“, die sich bei einem Manipulationsversuch quasi auflösen, oder sogenannte Void- oder Entwertungsetiketten, die bei Öffnungsversuchen irreversibel einen Schriftzug freigeben. Diese Spezialmaterialien wiederum haben Schwächen beim maschinellen Auftragen mit Hochgeschwindigkeit.

    Betriebswirtschaftlich und technisch am sinnvollsten sind konventionelle rechteckige oder runde Etiketten – vielleicht noch mit einer Sicherheitsperforation versehen. Der entscheidende Faktor für ihren Einsatz ist der Haftkleber. Er muss hochbeständig sein gegen Wasser, Heißluft und verschiedene Lösemittel. Nur dann ist gewährleistet, dass das Etikett sich selbst von stark lackierten Faltschachteln nicht abziehen lässt, ohne sich selbst oder die Faltschachtel sichtbar zu zerstören. Herma hat einen eigenen Geschäftsbereich, der sich speziell mit der Entwicklung von Haftklebern für verschiedene Herausforderungen beschäftigt. Solche Haftkleber sind inzwischen für den universellen Einsatz verfügbar, das heißt für sehr verschiedene Oberflächen. Damit lässt sich ein und dieselbe Siegeletikettvariante für eine Vielzahl von Verpackungsmaterialien und für eine Vielzahl von Oberflächen verwenden. Wie in der Praxis entsprechende Etikettieranlagen aufgebaut sein können und was sie zu leisten imstande sind, soll ein konkretes Beispiel verdeutlichen, das Herma realisiert hat.

    Der Anwender hat ein sehr komplexes Aufgabenspektrum, das mit ein und demselben Anlagentyp zu bewältigen ist. Insgesamt zehn verschiedene Faltschachtelvarianten müssen mit jeweils zwei Tamper-Evident-Etiketten versehen werden. Die Größen der Faltschachteln reichen bis 200 x 250 x 250 mm (Länge in Laufrichtung x Breite x Höhe). Das Spektrum ist damit für eine einzige Anlage schon recht ambitioniert. Die Tamper-Evident-Etiketten sollen jeweils die Einstecklaschen links und rechts fest mit dem Korpus verbinden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Laschen nicht einheitlich eingesteckt werden. Bei manchen Faltschachteln werden sie rechts oben und links unten eingesteckt, bei anderen auf beiden Seiten unten bzw. oben. Fünf Packungsarten erhalten zusätzlich aufgrund spezifischer Landesvorschriften Vignetten-Labels bzw. Bollini-Etiketten, die jeweils auf der Faltschachteloberseite aufgebracht werden sollen. Das Anbringen von insgesamt drei Etiketten auf jeder Packung ist technisch gesehen grundsätzlich keine außergewöhnliche Aufgabe. Eine Herausforderung war dabei jedoch, das Handling von drei verschiedenen Etikettierern für den Bediener effizient zu gestalten und die Rüstzeiten – vor allem angesichts der höchst unterschiedlichen Faltschachtelgrößen und variierenden Verschlussvarianten – möglichst gering zu halten.

    Pharma

    Mehr aus Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen.

    Alle Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen-Artikel
    Kennzeichnung fester Arzneiformen: Grundlagen, Anforderungen und Systemauswahl
    Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen

    Kennzeichnung fester Arzneiformen: Grundlagen, Anforderungen und Systemauswahl

    16. Oktober 2026

    Die Kennzeichnung von Tabletten, Kapseln und anderen festen Arzneiformen ist weit mehr als ein drucktechnischer Prozess – sie ist ein integraler Bestandteil der GMP-Compliance und der Produktsicherheit. Dieser Artikel…

    Aseptische Abfüllung flüssiger Arzneiformen: Grundlagen, Verfahren und GMP-Anforderungen
    Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen

    Aseptische Abfüllung flüssiger Arzneiformen: Grundlagen, Verfahren und GMP-Anforderungen

    13. Oktober 2026

    Die aseptische Abfüllung gehört zu den anspruchsvollsten Prozessen der pharmazeutischen Produktion. Dieser Artikel erläutert die technischen Grundlagen, gängige Verfahrenskonzepte und die regulatorischen…

    ← Zurück zu Abfüllen, Verpacken & KennzeichnenZur Startseite

    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Die Maschine zur Tamper-Evident- und Vignetten-Etikettierung ist in eine Verpackungslinie integriert. Wenn die Faltschachteln auf dem Förderband in die Etikettiermaschine gelangen, sind sie bereits befüllt und verschlossen. Seitenbänder sorgen dafür, dass die Packungen von der Vormaschine übernommen werden und vereinzelt in einer definierten Taktzahl in die Etikettieranlage einlaufen. Um Serialisierungsanforderungen zu erfüllen, müssen alle Faltschachteln codiert werden. Die Anwesenheit und Lesbarkeit der Codierung wird über ein Kamerasystem kontrolliert. Um für diese Druckdaten die komplette Breite der Einstecklasche zur Verfügung zu haben, bestehen die 40 x 20 mm großen Tamper-Evident-Etiketten aus transparenter Polyester-Folie. Die Bedruckung wird dann später mit den transparenten Etiketten teilweise überklebt. Aus Papier gefertigt sind dagegen die einlagigen Vignetten bzw. die zweilagigen Bollini-Etiketten.

    Präzision ist auch erforderlich, um die recht kleinen Tamper-Evident-Etiketten seitlich an den Einstecklaschen so aufzubringen, dass sie etwa hälftig über den Faltschachtelkorpus nach oben hinausragen. Der Überstand (und damit die Etikettenanwesenheit) wird kontrolliert. Anschließend werden die Etiketten um 90° umgebügelt. Gefederte Schaumstoffrollen drücken die Etiketten an, sodass die Einstecklaschen fest verbunden sind mit dem Faltschachtelkorpus. Um das Vorhandensein des Antimanipulationsmerkmals bestmöglich zu gewährleisten, sind zwei Kontrolleinheiten notwendig. Je eine Lichtschranke auf jeder Seite der Faltschachtel überprüft die Anwesenheit eines überstehenden Etikettenteils, ein zweites Paar Lichtschranken kontrolliert, ob das Etikett nach dem Umbügeln noch übersteht oder ob das Umbügeln erfolgreich war. Liegt ein Fehler vor, schleust ein Ausstoß, gesteuert über ein Schieberegister, unweigerlich die betreffende Packung aus.

    Kommen transparente Siegeletiketten zum Einsatz, kann der Haftkleber mit lumineszierenden Partikeln so eingestellt werden, dass ein UV-Sensor den Unterschied zwischen Faltschachtel und Etikett erkennt. Damit lässt sich das erfolgreiche Anbringen der Siegeletiketten direkt prüfen. Sind die Siegeletiketten bedruckt, kann entweder ein Kontrasttaster oder ein Kamerasystem diese Kontrollfunktion übernehmen. Falls all diese Verfahren nicht funktionieren, können Glanzsensoren eingesetzt werden, die einen Unterschied zwischen dem Glanz der Faltschachtel und dem Glanz der Siegeletiketten erkennen und damit die Anwesenheit der Etiketten feststellen. Hinter den beiden Tamper-Evident-Etikettierern und mittig über dem Förderband wurde schließlich der dritte Etikettierer installiert. Er spendet Vignetten bzw. Bollini-Etiketten auf die Faltschachteloberseite. Deren Anwesenheit wird dann z. B. mit einem Barcode-Scanner geprüft.

    Halle 12, Stand B24

    www.prozesstechnik-online.de Suchwort: php0217herma

    Leiter Vertrieb für Etikettiermaschinen, Herma

    Festo zeigt CECC-AX-Steuerung für Liquid-Dispensing auf der Compamed 2026
    Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen

    Festo zeigt CECC-AX-Steuerung für Liquid-Dispensing auf der Compamed 2026

    5. Oktober 2026

    Auf der Compamed 2026 präsentiert Festo die neue Steuerung CECC-AX in einer Liquid-Dispensing-Applikation – mit kombinierter SPS- und Python-Programmierung.

    Nemera und SCHOTT Pharma präsentieren verifizierten Pen-Injektor mit sterilem Kartuschensy stem
    Abfüllen, Verpacken & Kennzeichnen

    Nemera und SCHOTT Pharma präsentieren verifizierten Pen-Injektor mit sterilem Kartuschensy stem

    30. September 2026

    Nemera und SCHOTT Pharma haben eine verifizierte Pen-Injektor-Plattform mit integriertem sterilem Kartuschensystem entwickelt. Die Kombination aus Wirkstoffbehälter und Applikationsgerät soll Entwicklungszeiten…