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    Höchste Hygiene für Tablettieranlagen
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    Anlagen & Verfahren

    Höchste Hygiene für Tablettieranlagen

    Tabletten zählen zu den am weitesten verbreiteten Darreichungsformen von Medikamenten, Nutrazeutika und Nahrungsergänzungsmitteln. Einfach zu dosieren,
    Veröffentlicht
    28. November 2025
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Anlagen & Verfahren

    Unterschiedliche Tablettenarten – Ein- oder Mehrschicht-, Mantelkern-, Brause- oder Lutschtabletten – sowie vielfältige Tablettenformen erfordern maßgeschneiderte Anlagenkonzepte. Die Bandbreite der Tablettenpressen reicht von Labor-Exzenterpressen für erste Machbarkeitsstudien über F&E-Rundlaufpressen, Standardeinfach- und Mehrfachrundläufer bis hin zu Hochleistungs-Doppelrundlaufpressen. Vollintegrierte Anlagen in geschlossener Bauweise mit Containment-Ausstattung für hochaktive oder toxische Wirkstoffe umfassen den gesamten Produktionsprozess von Materialzufuhr, Dosierung, Granulierung über Tablettierung und Qualitätskontrolle bis hin zur Verpackung in Blister oder Dosen sowie Reinigung, Umrüstung und Wartung aller Anlagenkomponenten.

    Bis zu einer Million Tabletten pro Stunde

    Zu den Grundelementen jeder Tablettenpresse gehören Trichter, Füllschuh, Matrize und Stempel. Über den Trichter wird die Pulver- oder Granulatmischung in den Füllschuh eingefüllt, der sie in Öffnungen, sogenannte Matrizen, die die spätere Tablettenform bestimmen, in einem rotierenden Matrizenrad verteilt. Matrizensegmente können den Rotor ersetzen, um bei gleicher Pressengröße deutlich mehr Tablettenstationen zu ermöglichen. In den Matrizen verdichten Ober- und Unterstempel das Material mit zunehmender Kraft zur endgültigen Tablettenform. Häufig werden Tabletten hier auch mit einer Bruchkerbe und einem Logo versehen. Sensoren messen die Presskraft und gewährleisten durch Überwachung von Gewicht, Härte, Dicke und Bruchfestigkeit jeder einzelnen Tablette die gleichbleibende Qualität. Einige Pressenmodelle begegnen den sehr hohen Belastungen der Presswerkzeuge mit Schwerlastprofilköpfen, um den Verschleiß zu minimieren. Die fertige Tablette wird von dem Unterstempel nach oben aus der Matrize gedrückt und von einem Schieber in einen Auffangbehälter oder auf ein Förderband transportiert. Hochleistungspressen verarbeiten mit wechselnden Matrizenscheiben alle Granulatarten und schwerfließende Produkte in hoher Geschwindigkeit. Pro Stunde können sie eine Million und mehr Einschichttabletten in allen Formen oder bis 500 000 Zweischichttabletten produzieren. Für hochaktive Arzneistoffe, deren Nachfrage durch neue Therapien beispielsweise in der Onkologie schnell steigt, gilt zudem die kontinuierliche Direktverpressung in einem geschlossenen Anlagenverbund als zukunftsweisende Lösung.

    Prozessübergreifender Einsatz von Edelstahl

    Angesichts strikter Vorgaben an Hygiene und Reinheit der Produktionsumgebung nach ISO oder Good Manufacturing Practice (GMP) ist Edelstahl Rostfrei bei der Tablettenproduktion für alle produktberührten Bauteile einer Produktionslinie unverzichtbar. Hochwertiger nichtrostender Stahl wie die Güten 1.4404 und 1.4435 erfüllt durch seine glatte, abriebfeste und leicht zu reinigende Oberfläche strengste hygienische Voraussetzungen. Die robuste Oberflächenqualität des inerten Werkstoffs hält korrosiven Umgebungen, hohen Drücken und Temperaturen dauerhaft Stand. Insbesondere der austenitische Edelstahl 1.4404 mit einem 2 bis 2,5 prozentigen Molybdän-Anteil ist aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit und guten Verarbeitungseigenschaften ein Standardwerkstoff für zahlreiche Bauteile integrierter Produktionslinien. Elektropolierte Oberflächen mit definierter Rauheit verhindern Partikelanhaftungen, erhöhen die Korrosionsbeständigkeit noch weiter und widerstehen mechanischer Belastung. Entsprechend ausgelegte Edelstahlkomponenten in Tablettieranlagen sind uneingeschränkt WIP-fähig, können also beliebig oft rückstandslos gereinigt werden. In integrierten Anlagenkonzepten für die Tablettenherstellung bieten produktberührte Komponenten aus Edelstahl Rostfrei prozessübergreifend die notwenige Produktsicherheit sowie zuverlässigen Schutz vor Emissionen und Kreuzkontamination. Vom IBC-Behälter für Rohstoff- und Produktlagerung, über Granulator, Mischer, Trichter, Matrize und Stempelköpfen bis hin zu Förderband, Probenahmesystem, Abfülleinrichtung mit Metalldetektor, Sortier- und Zählanlagen ist hochwertiger nichtrostender Stahl in den Anlagen gängige Praxis. Aber auch in den Filtern von Entstaubungsanlagen und Luftfiltern, in Reinigungssystemen, für Gehäuse von Sensoren und Steuerung sowie Anlagenverkleidungen ist Edelstahl Rostfrei der Garant für nachhaltig höchste Hygiene und zuverlässige Belastbarkeit im 24/7-Betrieb.

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