Personalisierte Medikamente, kleinere Chargen und wachsender Innovationsdruck verlangen der Pharma- und Biotechindustrie immer kürzere Projektlaufzeiten ab. Wer zu spät kommt, verliert – nicht nur den Zugang zu Patienten, sondern auch Umsätze. Umso wichtiger wird daher die Frage: Wie kann der Anlagenbau diesen Anforderungen gerecht werden?
Time-to-Market ist längst kein Marketing-Schlagwort mehr, sondern eine harte wirtschaftliche Größe. In klassischen Wasserfall-Projektmodellen entsteht allerdings häufig genau hier ein Problem: Planung, Beschaffung, Montage und Inbetriebnahme laufen sequenziell ab – mit langen Wartezeiten an den Schnittstellen zwischen Gewerken und Lieferanten. Wer etwa nach dem Basic Design noch monatelang auf Vergabeentscheidungen wartet, verliert zu viel Zeit. Doch was wäre, wenn sich große Teile dieser Arbeit parallelisieren ließen?
Skids ermöglichen echte Parallelität
Genau hier kommen die Skids von SPT Proxima – ein auf modulare Produktionsanlagen und Systemintegration spezialisiertes Unternehmen der Spiegltec Gruppe – ins Spiel. Die modular aufgebauten, vormontierten Prozesseinheiten umfassen eine funktionale Einheit, etwa eine Fermentationseinheit, ein Chromatografiemodul oder eine Puffertankeinheit, die komplett in der Werkstatt vorgefertigt, getestet und weitestgehend vorqualifiziert wird. Auf der Baustelle selbst muss sie dann nur noch angeschlossen und integriert werden. Die Vorteile liegen auf der Hand:
- weniger Baustellenzeit, weniger Risiko durch parallele Gewerke
- hohe Qualität durch Werkstattfertigung unter kontrollierten Bedingungen
- optimiertes Layout durch 3D-Planung und eine kompaktere Bauweise
- deutliche Beschleunigung der Gesamtprojektlaufzeit
Während die Baustelle vorbereitet wird, laufen Design, Beschaffung, Bau und Test des Moduls bereits in der Fertigung. Der Ansatz, vorqualifizierte Skids einzusetzen, folgt der Logik des Engineeringspezialisten Spiegltec: Dessen Ansatz besteht aus einem ganzheitlichen EPCMV-Angebot (Engineering, Procurement, Construction Management & Validation), das Planung, Lieferung, Integration und regulatorische Absicherung aus einer Hand ermöglicht.
GMP ab Werk
Im regulierten Umfeld der pharmazeutischen Industrie ist GMP-Konformität zentral. Die Skids können so gebaut werden, dass sie nicht nur mechanisch, sondern auch qualitativ vorgeprüft sind – inklusive FAT (Factory Acceptance Test), also der Abnahmeprüfung beim Hersteller, sowie SAT (Site Acceptance Test), der Inbetriebnahmeprüfung am Einsatzort. Das reduziert nicht nur die Inbetriebnahmezeit vor Ort drastisch, sondern senkt auch Risiken im späteren Qualifizierungsprozess. Auch Validierungsleistungen können auf Wunsch übernommen werden – bis hin zur Unterstützung bei der Computervalidierung (CSV), die integraler Bestandteil vieler Projekte ist.




