Hochpotente, sehr teure oder physikalisch besonders schwierig abzufüllende Arzneimittel? Genau dafür wurde der Lohnabfüller Swissfillon in Visp gegründet. Das Unternehmen deckt Laboranforderungen bis hin zu kommerziellen Kleinserien ab. Herzstück des installierten Equipments ist ein Multiuse Filler von Optima Pharma.
Seit Herbst 2017 ist Swissfillon, ein Spin-off des Pharma-Engineering-Unternehmens Pixon, am Markt und füllt hochviskose und hochpotente Arzneimittel für Kunden ab. Daniel Kehl ist Gründer des jungen Start-ups. Er hat jahrelang die Konzeption und den Anlagenbau an internationalen Standorten eines bekannten Schweizer Pharmaunternehmens verantwortet und anschließend das Consulting-Unternehmen Pixon gegründet. Nun konzentriert sich der Verfahrensingenieur als Geschäftsführer ausschließlich auf Swissfillon.
Zum Zeitpunkt der Unternehmensgründung gab es keinen Maschinentyp, der allen Anforderungen entsprochen hätte. Drei Anbieter waren im Rennen, die das gemeinsam mit Pixon bis ins Detail definierte Lastenheft innerhalb des Zeit- und Kostenrahmens in Anlagentechnik umsetzen wollten. Bei Optima Pharma war zu diesem Zeitpunkt bereits der Maschinentyp Multiuse Filler in der Entstehung. Dessen Konzeption sollte sich schließlich als ideale Basis erweisen.
Swissfillon fokussiert sich auf äußerst schwierig und komplex zu verarbeitende Arzneimittel, beispielsweise hochpotenten Wirkstoffe wie neue Krebsmedikamente. Auch die rein physikalischen Eigenschaften wie die Viskositäten sind oftmals der Grund, warum Swissfillon als Abfüller ins Spiel kommt. Ölbasierte Arzneimittel, die subkutan verabreicht werden, oder gelartige Knochenaufbaupräparate sind Beispiele hierfür. Die Entwicklung und Kommerzialisierung dieser speziellen Arzneimittel, deren Zahl kontinuierlich zunimmt, erfordert oftmals produktspezifische Füllversuche, mitunter im Zusammenspiel mit dem Technikum von Optima Pharma, wo beispielsweise schon ideale Füllnadelformen oder Parameter für das Pump-Füll-System von Swissfillon produktspezifisch ermittelt wurden.
Flexibilität trifft Automation
Viele Anlageneigenschaften des Optima Multiuse Fillers sind für den Erfolg von Swissfillon geradezu Voraussetzung – insbesondere der hohe Automatisierungsgrad. Nach einer semi-automatischen ersten Auspackstation verläuft die weitere Verarbeitung vollständig automatisiert – bei zugleich höchster Anlagenflexibiliät. Die vorsterilisierten Behältnistypen Fertigspritzen, Vials und Karpulen (genestet) werden aus Trays oder Tabs entnommen, in den Prozess eingeführt, durch die Anlage transportiert und verarbeitet. Dazu kommen Robotertechnik sowie ein speziell entwickeltes Multi-Transportsystem zum Einsatz. Verarbeitet werden Vial-Formate von 2 bis 30 ml bzw. Spritzenformate von 0,5 bis 5 ml und 3-ml-Karpulenformate.




