prozesstechnik-online: Herr Treitel, wo liegen Ihre Schwerpunkte auf der diesjährigen Interpack?
Treitel: Wir haben unseren Stand in verschiedene Welten unterteilt. In der R&D World stellen wir unser Angebot für Anlagentests, Formulierungen und Scale-up inklusive Seminarangebot vor. Dann gibt es die Solid World für Lösungen rund um feste Pharmazeutika und die Inspection World, in der wir unter anderem eine komplett neue Anlage für die Vakuumprüfung standfester Behältnisse vorstellen. In der Liquid World geht es um die Abfüllung flüssiger Pharmazeutika. Gerade in diesem Bereich vollziehen sich aktuell bahnbrechende Veränderungen, etwa in der Behandlung von Krebs und Autoimmunerkrankungen sowie seltenen Krankheiten, die nur kleine Patientengruppen betreffen.
prozesstechnik-online: Was bedeutet dieser Trend für Ihr Portfolio?
Treitel: Bei der Entwicklung neuer Anlagen ist Flexibilität besonders wichtig. Das trifft sowohl auf Produkte als auch auf Packmittel zu. Neben Ampullen sind unter anderem auch Vials oder Spritzen bevorzugte Primärpackmittel für Biopharmazeutika. Deshalb optimieren wir unsere Plattformen immer stärker hinsichtlich Flexibilität für verschiedene Packmittel. Die ALF 5000, die wir auf der Interpack zeigen, ist die neue Version für die Vialabfüllung, sie kann aber auch als Kombi-Anlage für Ampullen und Vials geliefert werden.
prozesstechnik-online: Was ist neu an der Anlage?
Treitel: Bislang konnten Kunden entweder ausschließlich Ampullen oder Vials und Ampullen auf der gleichen Maschine befüllen. Jetzt ist die ALF-Plattform mit einer Ausbringung von bis zu 600 Behältnissen pro Minute auch als Variante für Vials verfügbar. So haben Kunden eine noch flexiblere Auswahl entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse. Außerdem zeigen wir auf der Anlage die 100 % Inprozesskontrolle und einen tragenden Rechentransport, der für ein noch schonenderes Handling der Behältnisse sorgt. Für den Sicherheitsaspekt ist außerdem die Kombination mit verschiedenen Barrieresystemen ausschlaggebend – eine Kompetenz, die Bosch auf der Interpack ebenfalls unter Beweis stellt.
prozesstechnik-online: Wo liegen Ihre Kernkompetenzen in der Barrieretechnologie?
Treitel: Bereits seit den 1980ern ist Bosch in der Entwicklung von Barrieretechnologien aktiv. Auf der Interpack veranschaulicht ein eigens entwickeltes Exponat den Messebesuchern, welche Systeme erhältlich sind. Neben bewährter Isolatortechnik vervollständigen jetzt auch das neue und optimierte closed Restricted Access Barrier System (RABS) und der neu entwickelte Rückluftfilter für hochpotente Produkte das Portfolio.




