Es ist das Best-Practice-Szenario für Manager und Produktionsverantwortliche in Pharmaunternehmen: Ein lückenloser, automatischer Datenfluss vom ERP-System bis direkt an die Linie und zurück. Auftragsstellung, Seriennummern-Verwaltung, Reporting – alles Aufgaben, die in diesem Szenario von der Zentrale oder dem Büro in der Produktionsstätte aus erledigt werden, um an der Linie kostbare Zeit einzusparen. Der Brückenschlag zwischen ERP-System und Linie wird zur Notwendigkeit, wenn es darum geht, internationale Track–Trace-Richtlinien zu implementieren, also zu serialisieren und aggregieren. Insbesondere wenn Hersteller dazu angehalten sind, Reports über verwendete Seriennummern anzulegen und an diverse Institutionen zu melden, ist die ERP-Anbindung essenziell.
Jede Produktionslinie eines Pharmaherstellers wird durch eine separate Liniensoftware gesteuert. Diese Software spricht die Hardware-Komponenten wie Kennzeichnungs- und Verifizierungssysteme an. Die übergeordnete Site-Management-Software bündelt die einzelnen Produktionslinien und verbindet sich zusätzlich mit dem ERP-System. Nach erfolgter Steuerung der Hardwarekomponenten (Level 1) und dem Management mehrerer Maschinen einer Linie (Level 2) ist damit die linienübergreifende Level-3-Integration erreicht. Mettler-Toledo PCE bietet dazu die Software-Suite Pilot Site Manager an. Die Software läuft auf einem Application-Server und ist im Unternehmensnetzwerk durchgehend verfügbar. Anwender mit entsprechenden Rechten greifen von jedem webfähigen Arbeitsplatz im Unternehmen auf die Benutzeroberfläche zu.
Ein Level-3-System wie der Pilot Site Manager übernimmt im Netzwerk Aufgaben aus den drei Bereichen Auftragsvorbereitung, Monitoring und Reporting:
- Auftragsvorbereitung: Dank der Level-3-Anbindung können Produktionsleiter Aufträge direkt im ERP-System anlegen und sogar mit mehreren Wochen Vorlaufzeit planen. Konfigurationen für den nächsten Auftrag müssen nicht mehr an der Linie selbst, also beispielsweise am Beschriftungssystem, ausgeführt werden, sondern lassen sich vom Büro aus erledigen oder sogar weitgehend automatisieren. Aufträge können flexibel gestartet, pausiert, verschoben und an einer anderen Linie wieder aufgenommen werden.
- Monitoring: Site-Management-Systeme überwachen sämtliche Prozesse rund um die Kennzeichnung. Der Pilot Site Manager erkennt dabei Abweichungen von der Norm und kann autark reagieren. Zu jeder Warnmeldung können Produktionsmanager Aktionen hinterlegen, die dann automatisiert ablaufen. Ein Beispiel: Das ERP-System stellt für einen neuen Auftrag nicht genügend Seriennummern bereit. Die Software erkennt den Fehler und schickt eine E-Mail an den verantwortlichen Mitarbeiter – oder fordert automatisch eine entsprechende Zahl zusätzlicher Seriennummern an.




