Der Autor: Oliver Naucke, Leiter Marketing, Uhlmann
Dass der Kosten- und Zeitdruck auch in der Pharmaindustrie wächst, ist nicht neu. Die Anforderungen an die Effizienz der Fertigungsprozesse verschärfen sich jedoch seit geraumer Zeit wegen einer weiteren Entwicklung: Medikamente müssen immer stärker an regionale und zielgruppenspezifische Bedürfnisse angepasst werden, was die Auftragsgrößen in der Verpackungskonfektionierung verkleinert. Immer mehr Pharmazeuten suchen daher nach Lösungen, mit denen sich auf ein und derselben Linie unterschiedliche Produkte und Formate im schnellen Wechsel wirtschaftlich verpacken lassen. Allerdings erfüllen insbesondere Linien für das Abfüllen von Solida in Flaschen oftmals nicht die Erwartungen an Produktivität und Flexibilität. Zusammengesetzt aus Komponenten unterschiedlicher Hersteller, bremst ihr Vernetzungs- und Automatisierungsgrad den Verpackungsprozess aus.
Mit dem Integrated Bottle Center 120 schickt Uhlmann nun einen pharmagerechten Solida-Flaschenfüller für den mittleren Leistungsbereich ins Rennen, der Anwendern ein kleines Effizienzwunder in Aussicht stellt: Der Monoblock beinhaltet alle für das Verpacken von Solida in Flaschen notwendigen Stationen und ist im Schnitt 20 % effektiver als Lösungen aus Einzelkomponenten. Bis zu 150 Flaschen oder 24 000 Tabletten oder Kapseln pro Minute schnell, unterbietet das Interpack-Highlight des schwäbischen Unternehmens auch beim Platzbedarf alternative Lösungen deutlich. Mit knapp fünf Metern ist es nur etwa halb so lang. Und mit Umstellungen auf neue Flaschendurchmesser in nur sechs Minuten sind Anwender tatsächlich gut für häufige Wechsel in der Konfektionierung gerüstet. „Zeit ist Geld: Entsprechend dieser simplen Devise haben wir alle Nebenzeiten des Integrated Bottle Centers 120 auf ein Minimum reduziert“, erläutert Joachim Noe, Leiter Bottle Packaging Systems bei Uhlmann. Der große Formatbereich passt ebenfalls dazu: Das Integrated Bottle Center 120 verarbeitet runde, quadratische und ovale, 45 bis 200 mm hohe Flaschen mit einem Durchmesser von 30 bis 125 mm.
„Die integrierte Systemarchitektur, ein neuartiger, formatteilfreier Flaschentransport, insgesamt nur wenige Formatteile, optimal vernetzte, zentral steuerbare Maschinenstationen und die modulare Erweiterbarkeit.“ Das ist laut Joachim Noe das Erfolgsgeheimnis des Integrated Bottle Centers 120. Damit knüpft es über weite Strecken an das Konzept seines großen Bruders an, des auf hohen Output ausgelegten Integrated Bottle Centers 240: Alle Maschinenstationen sind präzise aufeinander abgestimmt und über eine intuitiv verständliche Bedienoberfläche mit Touchscreen vernetzt und steuerbar. In dieser sind die Formatdaten für alle Funktionen hinterlegt. Ramp-up-Phasen nach Formatwechseln kennt das Integrated Bottle Center 120 nicht, sämtliche Maschinenstationen und der Flaschentransport stellen sich automatisch oder per Knopfdruck auf neue Flaschenformate ein.




