Die Auswahl der passenden Dichtung ist in Pharmaanlagen ein essenzieller Bestandteil des Anlagendesigns. Wenn Teile sich gegeneinander bewegen und regelmäßig, schnell und einfach miteinander verbunden und voneinander getrennt werden müssen, bieten aufblasbare Dichtungen wie die Cefil‘Air von Technetics eine einfache, sichere und effektive Methode, um Funktion und Dichtheit zu ermöglichen. Außerdem haben aufblasbare Dichtungen eine höhere Toleranz als Profil- oder Flachdichtungen, da sie beim Aufblasen Lücken zwischen Bauteilen schließen und über den ganzen Flansch hinweg einen gleichmäßigen Versiegelungsdruck erzeugen, auch wenn der Abstand nicht gleichmäßig ist.
Cefil‘Air-Dichtungen können in Anwesenheit von gasförmigen wie auch von flüssigen Medien eingesetzt werden. Die relative Gasdurchlässigkeit von Elastomeren, insbesondere Silikon, macht jedoch eine Druckregelung erforderlich. Um dieses Problem in einigen Branchen zu umgehen, können auch Flüssigkeiten verwendet werden.
Cefil‘Air-Dichtungen werden häufig für Isolatoren eingesetzt, bei denen die luftdichte Abdichtung zwingend erforderlich ist. Entweder muss der Anlagenbediener vor dem Inhalt des Isolators geschützt werden oder, häufiger, der Prozess innerhalb des Geräts vor externer Verunreinigung. Sie eignen sich genauso für Glove-Boxes, Eingangstüren, Transfer- und Filtersysteme, in denen mit toxischen oder sterilen Komponenten gearbeitet wird oder für Sterilisatoren, die auf Wärme-, Chemikalien-, Strahlungs- oder Filterbasis arbeiten. Weitere Einsatzmöglichkeiten bieten Trockner und Gefriertrockner zur Lyophilisierung von Impfstoffen und anderen injizierbaren Stoffen und Sterilisatoren für Maschinenbauteile und Glas.
Die Werkstoffe
Die Dichtungen werden aus Elastomeren hergestellt, die den unterschiedlichsten Umgebungsbedingungen und extremen Temperaturen von -60 bis +220 °C (kurzzeitig auch höheren Temperaturen) standhalten können. Darüber hinaus müssen sie höchst flexibel sein und dürfen beim Ausdehnen und Zurückziehen ihre strukturelle Integrität nicht verlieren. Um den verschiedenen Anforderungen mit hohem und niedrigem Druck sowie Verformungen der Dichtung gerecht zu werden, werden sie in den unterschiedlichsten Materialien gefertigt. Ihr Hohlkörper bleibt beim Ausdehnen intakt und passt sich den Abmessungen der Gegenfläche an. Am häufigsten finden hierbei Materialien wie Silikon und Ethylenpropylendien (EPDM) Anwendung.
In der Pharmabranche wird zwar standardmäßig Silikon eingesetzt, in komplexen Produkten kommen jedoch auch spezielle Materialien zum Einsatz, die für eine hohe Lebensdauer ausgelegt sind und ein möglichst geringes Betriebsrisiko gewährleisten sollen. Bio-Guardian ist ein solches Dichtungsmateral. Es handelt sich um ein Silikon mit einer Imprägnierung aus Silberionen zur Hemmung von Bakterienwachstum.




