Fermentierte Spezialitäten bereichern heutzutage fast alle gängigen Dairy-Produkte. Ob in Käse, Quark, Joghurt oder auch bei der Veredelung von Fleisch, überall sind sie zu finden. Die Herstellung der pulvrig-granulatartigen Substanz ist jedoch eine echte Herausforderung: Reinheit und Handhabungsgüte sowie eine granulatartige, staubarme Struktur sind wichtige Faktoren für die Weiterverarbeitung. Qualitätsbestimmend ist darüber hinaus eine unterbrechungsfreie Kühlkette.
Die zuvor gezüchteten Bakterienkulturen vermehren sich durch Zellteilung in besonders sterilen Einrichtungen. Bei der industriellen Herstellung wird die wässrige Bakteriensuspension permanent mit Nährlösung verdünnt. Nach einer geeigneten Verweildauer wird die gereifte Suspension entnommen, es schließen sich Waschvorgänge an. Der Prozess der Zellteilung kommt erst mit dem Einfrieren der entnommenen Kulturen zum Stillstand. Um die spätere Handhabung zu erleichtern, werden die Kulturen zuweilen auch gefriergetrocknet. Dadurch entsteht ein loses Pulver oder Granulat mit Schüttdichten um 0,1 bis 0,5 kg/dm3.
Eine so erzeugte Monokultur kann nun anwendungsspezifisch verändert werden. In einem geeigneten Mischer können weitere geschmacks- oder funktionsbestimmende Komponenten hinzugemischt werden. Der Mischvorgang sollte idealerweise besonders schonend, also mit minimaler Energieeintragung stattfinden.
Ideale Mischgüten und hohe Partikelschonung werden mit besonders geringem Energieeintrag im Amixon-Vertikal-Zweiwellenmischer garantiert, indem die Güter dreidimensional verströmt werden. Das Mischgefäß besteht aus zwei ineinander verschobenen Zylindern. In deren Zentrum rotieren zwei Helix-Mischwerkzeuge gleichsinnig. Die Wendeln weisen in etwa eine Steigung von 20 ° auf. Die Schraubenbandbreite ist so bemessen, dass nach einer einzigen Mischwerkumdrehung bereits ein Fünftel der gesamten Charge umgeschichtet/verströmt wird. Die Schraubenbänder erfassen die Mischgüter in der Peripherie des Mischraumes und fördern sie aufwärts. Oben angekommen fließen die Mischgüter in den beiden Zentren des Gefäßes abwärts. Der Mischeffekt erfolgt dreidimensional innerhalb der Grenzbereiche zwischen den zwei Makroströmungen. Die besonders massiv gefertigten, patentierten SinConvex-Mischwerkzeuge sind in der Regel nur oben gelagert und nur von oben angetrieben. Eine besonders hygienische Wellenabdichtung garantiert einen staub- und kontaminationsfreien Betrieb; auch bei differierenden Systemdrücken innerhalb des Mischraumes.
Aufgrund der totraumfreien Durchmischung werden so nach ungefähr 30 bis 90 Drehfrequenzen technisch ideale Mischgüten erzielt, die in der Praxis nicht mehr verbesserbar sind. Der hier stattfindende Mischprozess kann als „distributives Mischen“ beschrieben werden. Der Mischvorgang ist besonders schonend und energieeffizient. In der Regel ist die Umfangsgeschwindigkeit des Mischwerkzeuges regelbar zwischen 0,5 m/s bis 1,5 m/s.




