Wenn Medikamente in Glasgebinde wie Fläschchen, Vials oder Tiegel abgefüllt werden, können diese bersten. Luftschallsensoren der Baureihe Dsound erkennen den Glasbruch akustisch und helfen so Qualitätseinbußen und teure Rückrufaktionen zu verhindern.
Gelegentlich kommt es zu Produktrückrufen von Arzneimitteln aufgrund von Verunreinigungen mit Glassplittern. „Für die betroffenen Hersteller bedeutet dies nicht nur einen enormen Kostenaufwand“, betont Christian Schröder, Entwickler bei DS Automation. „Auch das Vertrauen, das ihre Abnehmer und Endkunden in sie setzen, wird nachhaltig geschädigt.“ Hinzu kommt, dass die gesamte Charge zurückgerufen werden muss, sodass zwangsläufig auch einwandfreie Produkte der Entsorgung zugeführt werden. Im schlimmsten Fall, wenn der Rückruf einzelne Verbraucher nicht rechtzeitig erreicht, ist deren Gesundheit in Gefahr.
Keine Standardlösung für die Glasbrucherkennung
„Solche Vorfälle und die weitreichenden Auswirkungen kommen überhaupt erst zustande, weil es keine einheitliche Standardlösung zur Glasbrucherkennung in Abfülllinien für Medikamente gibt“, weiß Schröder. Einige Betriebe nutzen etwa optische Erkennungssysteme, denen allerdings eine relativ komplexe und kostenintensive Messtechnik zugrunde liegt. Andere verlassen sich lediglich auf eine zeit- und personalaufwändige manuelle Überprüfung. Mit seinen Luftschallsensoren Dsound hat DS Automation dagegen eine bereits seit rund zehn Jahren etablierte, effiziente Methode zur verlässlichen Erkennung von Glasbruch speziell auf die Bedürfnisse der Pharmaindustrie ausgelegt.
Qualitätssicherung via Luftschall
„Bei den Sensoren zur Glasbrucherkennung handelt es sich um spezielle Mikrofone, die ihre Umgebung kontinuierlich überwachen“, erklärt Schröder. „Sie erkennen jegliche Abweichung von einer als Normalzustand definierten Geräuschsituation.“ Zu diesem Zweck werden im Vorfeld spezifische Triggerschwellen festgelegt, innerhalb derer sich die übliche Geräuschkulisse der Produktionslinie bewegt. Das bei einem Glasbruch entstehende Geräusch kann als Knall charakterisiert werden, der sehr breitbandig ist und über eine relativ hohe Signalamplitude verfügt. Diese überschreitet die eingestellte Schwelle und kann dementsprechend vom Sensor als Anomalie identifiziert werden.
Schalldämpfung durch die Luft
Eine große Herausforderung beim Erkennen von Glasbruchereignissen mithilfe von Luftschall liegt allerdings in der Schalldämpfung durch die Luft selbst und den Störgeräuschen der Produktionslinie. Die Luftdämpfung und damit auch die Fehleranfälligkeit sind jedoch umso geringer, je näher die Sensoren am zu messenden Schallereignis platziert werden.




