Merck hat das hochmoderne Distributionszentrum am Standort Schnelldorf um ein Kompetenzzentrum für die manuelle Abfüllung von Chemikalien erweitert. In einer maßgeschneiderten Musterzuglösung können hier über 10 000 verschiedene Stoffe beprobt werden.
Mit dem Bau eines Kompetenzzentrums für manuelle Abfüllung von Chemikalien in Schnelldorf wurde von Merck ein Musterzug für die Beprobung von über 10 000 verschiedenen Stoffen gefordert, der in der Lage sein sollte, unterschiedlichste Proben und Beprobungsvorgänge zu ermöglichen, wobei alle relevanten Gefahr- und Lagerklassen berücksichtigt sind. Zudem sollte die Beprobung so erfolgen, dass mögliche Luftverunreinigungen effektiv minimiert werden, um sowohl die Sicherheit der Mitarbeiter als auch die Qualität der Proben zu gewährleisten. Weitere Anforderungen umfassten Vorgaben hinsichtlich Budget und Lieferzeit im Gesamtprojekt „Kompetenzzentrum“ in Schnelldorf, die auch auf das Teilprojekt „Musterzug“ Einfluss hatten. Um diese komplexen Herausforderungen erfolgreich zu meistern, initiierte Merck eine Ausschreibung zur Auswahl eines externen Partners, der in einem strukturierten Planungs- und Projektierungsprozess alle Anforderungen systematisch erfasst und in ein optimales Design für den neuen Musterzug umsetzt. Denios, ein langjähriger Lieferant im Bereich Gefahrstofflagerung und -handling sowie Containment-Lösungen, wurde aufgrund seiner Expertise und dem besten Lösungsansatz als Partner ausgewählt.
Planung und Projektierung
Bereits in der Planungsphase arbeitete Denios eng mit Merck zusammen, um die Anforderungen detailliert zu verstehen und diese mit den relevanten technischen Standards, Branchenspezifikationen und gesetzlichen Vorgaben zum Arbeits- und Umweltschutz in Einklang zu bringen. So muss in der chemischen Industrie sichergestellt werden, dass Produkte konsistent und unter kontrollierten Bedingungen hergestellt werden. Der Produktschutz umfasst unter anderem hochreine Arbeitsumgebungen, die Vermeidung von Kreuzkontaminationen und eine lückenlose Dokumentation der Produktionsprozesse. Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter wurden auf Basis der von Merck durchgeführten Gefährdungsbeurteilungen festgelegt. Zur Minimierung der Gefährdungspotenziale wurden im Musterzug spezielle Sicherheitswerkbänke vorgesehen, die für die geplanten Gefahrstoffe geeignet sind.
Nachdem die Planung abgeschlossen war, begann Denios mit der Projektierung des Musterzugs. Zunächst wurde der Musterzug im Werk von Denios aufgebaut, sodass Merck im Rahmen eines Factory Acceptance Tests (FAT) alle Prozesse vor der endgültigen Implementierung testen und optimieren konnte. So wurde sichergestellt, dass sowohl technische als auch ergonomische Anforderungen erfüllt und die Sicherheitsstandards eingehalten wurden. Nach der Fertigstellung und Abnahme erfolgte die Lieferung des Musterzugs nach Schnelldorf, wo er vor Ort montiert und in Betrieb genommen wurde. Zur Inbetriebnahme gehörten unter anderem die Überprüfung der technischen Anlagenparameter sowie die Kontrolle des Strömungsbildes der Absaugungen mittels Strömungsvisualisierung.




