Festo SE & Co. KG hat eine elektrische Antriebskomplettlösung im Hygienic Design vorgestellt, die auf die Anforderungen der Pharma-, Verpackungs- und Lebensmittelindustrie ausgelegt ist. Das System besteht aus dem Elektrozylinder EPRF und dem Servomotor EMMH, beide in Edelstahlausführung, und wird als aufeinander abgestimmtes Gesamtpaket aus einer Hand angeboten.
Die Kombination beider Komponenten in Edelstahl adressiert typische Hygienic-Design-Anforderungen in GMP-regulierten Produktionsumgebungen: glatte, leicht zu reinigende Oberflächen, korrosionsbeständige Materialien und eine Geometrie, die Schmutz- und Flüssigkeitsansammlungen minimiert. In der Pharmafertigung – etwa bei Tablettierprozessen, Abfülllinien oder Verpackungsautomaten – sind solche Eigenschaften Voraussetzung für den Einsatz im Reinraum oder in Bereichen mit regelmäßiger Nassreinigung.
Elektrische Antriebslösungen verdrängen in diesen Segmenten zunehmend pneumatische Systeme, da sie präzisere Positionierung, reproduzierbare Kraftprofile und eine einfachere Integration in übergeordnete Automatisierungsarchitekturen ermöglichen. Die Bereitstellung von Elektrozylinder und Servomotor als vorkonfiguriertes System reduziert den Engineering-Aufwand für den Maschinenbauer, da Auslegung, Abstimmung und Zertifizierung der Komponenten zueinander bereits durch den Hersteller erfolgen.
Für Anwender in der Pharmaindustrie ist zudem die Rückverfolgbarkeit von Prozessparametern relevant: Elektrische Achssysteme liefern kontinuierlich Positions-, Kraft- und Diagnosedaten, die sich in PAT-Konzepte (Process Analytical Technology) oder übergeordnete MES-Strukturen einbinden lassen. Festo positioniert das System damit auch im Kontext zunehmender Digitalisierungsanforderungen im GMP-Umfeld.
Das Angebot einer Komplettlösung aus einer Hand – Antriebselement und Motor als geprüftes System – entspricht einem Trend im pharmazeutischen Maschinenbau, bei dem Lieferanten zunehmend als Systempartner statt als Komponentenlieferanten auftreten. Angaben zu konkreten Leistungsdaten, Hubkräften oder Schutzklassen nennt die Pressemitteilung von Festo nicht; diese sind laut Quelle über den Hersteller abrufbar.
Quelle: Festo (Prozess-/Laborautomation) – https://www.presseportal.de/pm/83366/6374151




