Ausgangspunkt des „Biocampus Cologne“, auf dem sich die Produktion befindet, ist die A. Nattermann & Cie. GmbH, ein Arzneimittelunternehmen mit einer über 105-jährigen Geschichte. Der Apotheker August Nattermann und der Kaufmann Rudolf Lappe gründeten in Köln die Firma. Von Anfang an lag der Schwerpunkt auf Phytopräparaten, also Arzneimitteln auf Pflanzenbasis. In Köln werden sowohl Solida-Produkte (Brausetabletten, Hart-Gelatine-Kapseln) als auch Liquida-Pharmazeutika hergestellt. Jährlich fertigen die 440 Mitarbeiter über 100 Millionen Packungen und verschicken sie in mehr als 60 Länder. Heute ist die A. Nattermann & Cie. ein Tochterunternehmen des französischen Pharmakonzerns Sanofi in Paris mit der Deutschlandzentrale in Frankfurt.
Frank Hiebing ist verantwortlicher Projekt-Ingenieur für die Abfüllung von flüssigen Medikamenten, die auf fünf Produktionslinien abgefüllt werden. Im Team plante er die neue Linie komplett, verglich die Hersteller und sorgte für das Zusammenspiel der vielen Lieferanten und Schnittstellen. „95 % unserer Gebinde sind aus Glas, der Rest aus PET und HDPE. An der neuen Linie wollten wir eine deutliche Verbesserung bei der Leistung, möglichst ohne Unterbrechung rund um die Uhr produzieren können und sehr flexibel sein, wenn wir etwas umstellen müssen. Das waren auch die Kriterien für die Auswahl des Etikettiermaschinen-Lieferanten für Selbstklebeetiketten“, berichtet Hiebing. Nach intensiven Vergleichen und dem Besuch von mehreren Vergleichsanlagen entschied Nattermann sich für eine Maschine aus dem Hause Gernep.
Geliefert wurde von Gernep nach Köln der Rundläuferetikettierer Soluta 16-1056-4SK-SD. Durch den runden Maschinentisch auf der Bedienerseite ist die Soluta nicht nur sehr platzsparend, sondern weist auch einen erheblich verbesserten Bedienkomfort auf. Mit dem optimierten Bedien- und Sicherheitsdesign ist die Baureihe ideal geeignet für Chemie, Pharmazie und Kosmetik. Eine einfache Bedienung durch eine maximale Zugänglichkeit bei Umrüstungen und gleichzeitig ein hoher Sicherheitsstandard sind die Kriterien, die neben der Funktionalität in den Vordergrund rücken.
Durch die gefächerte Anordnung der bis zu neun möglichen Spenderaggregate ist jederzeit ein freier Zugang für die Bedienperson bei einem Formatwechsel oder Umrüstarbeiten möglich. Rationell und wirtschaftlich können auf engstem Raum (wegen des platzsparenden Rundläufer-Kompaktdesigns mit integriertem Schaltschrank) von einfachen bis zu maximalen Ausstattungen alle gebräuchlichen Gebindearten sowie Formgefäße aus Glas, PET, Kunststoff und Metall etikettiert werden. Zum anderen ist die Maschine mit einem Rundum-Sicherheitsschutzkonzept versehen. Eine maximale Maschinenverfügbarkeit wird gewährt durch die zuverlässige, vielfach bewährte SPS-Steuerung, ein Fernwartungssystem sorgt für zusätzliche Produktionssicherheit.




