Im Rahmen einer Standorterweiterung investierte Lilly in Italien in eine neue Spritzenabfülllinie von Optima Pharma. Mit einem neu entwickelten Debagging-Konzept und einer erstmalig umgesetzten Spritzeninspektion gehört sie zur technologischen Spitze derartiger Anlagen auf dem Markt. Dazu trug nicht zuletzt ein äußerst anspruchsvolles und ideenreiches Projektteam des Kunden bei, das den Optima-Ingenieuren einiges abverlangte.
Es gehört zu den größten Pharmaunternehmen der Welt. Eli Lilly and Company (kurz Lilly) nimmt auf den gängigen Umsatz-Ranglisten derzeit Platz 13 ein: mit 22,8 Mrd. USD Umsatz (2017), rund 40 000 Beschäftigten weltweit und Produktionsstätten in 13 Ländern. Und die Analysten prognostizieren ein deutliches Wachstum für die nächsten Jahre. Der namensgebende Pharmakologe Eli Lilly gründete das Unternehmen 1876 in Indianapolis, noch heute ist dort der Hauptsitz. Seine Unterschrift ziert das Firmenlogo. Das Unternehmen ist geprägt von seinem Appell an die Mitarbeiter, Bestehendes immer besser zu machen.
Inzwischen gibt es auch mehrere europäische Lilly-Produktionsstätten, deren Produkte auf der ganzen Welt vertrieben werden. In Italien ist Lilly seit mehr als 55 Jahren aktiv. Die Produktionsstätte in Sesto Fiorentino nordwestlich von Florenz ist eine der größten und modernsten Pharma-Biotech-Fabriken Italiens – und die einzige, in der Insulin produziert wird. Dort arbeiten rund 550 Beschäftigte – und sie beweisen jeden Tag aufs Neue, dass sie sich wie alle Lilly-Mitarbeiter der Herstellung von Pharmaprodukten höchster Qualität und höchster Produktionssicherheit verschrieben haben.
Hersteller-Erfahrung als früher Input
Das erlebte auch ein Projektteam von Optima Pharma, das mit der Planung und dem Bau einer neuen Spritzenabfülllinie für den italienischen Standort betraut wurde. Projektleiter Christian Kaiser schildert: „Die Projektverantwortlichen von Lilly brachten sich außerordentlich intensiv ein, mit einem unglaublich breiten Fachwissen.“ Die eingebundenen Mitarbeiter gehörten zum Teil dem Engineering, zum Teil aber auch der Produktionsabteilung an. Auf Basis ihrer vielschichtigen Erfahrungen, auch aus der Herstellpraxis, reflektierten sie die Planungsvorschläge besonders intensiv und meldeten frühzeitig Verbesserungsbedarf an. Kunden, die ihre Bedenken konsequent einbringen, könnten schon mal als unbequem gelten. Doch Kaiser betont: „Die Verantwortlichen bei Lilly überzeugten mit hoher Kompetenz und Expertenwissen. So erlebte unser Projektteam die Sicht des Betreibers, die wir als Maschinenhersteller in dieser Tiefe kaum gewinnen könnten.“ Etliche konstruktive Details konnten dadurch frühzeitig optimiert werden, etwa in Bezug auf die Reinigungsfähigkeit oder die Bedienbarkeit.




