Die Zwei-Hand-Bedienung ist eine Sicherheitseinrichtung, die die gleichzeitige Betätigung zweier getrennter Bedienelemente durch beide Hände einer Person erfordert, um eine gefährliche Maschinenbewegung auszulösen. Durch diese Anforderung sind beide Hände des Bedieners während des Gefahrhubes gebunden und damit aus dem Gefahrbereich ferngehalten. Die normative Grundlage bildet die EN ISO 13851:2019 (Nachfolger der EN 574), die drei Typen unterscheidet: Typ I (einfachste Ausführung, keine Synchronisations- oder Loslass-Anforderung), Typ II (zusätzlich: Manipulation durch Blockieren eines Tasters ab der zweiten Betätigung verhindert) und Typ III (zusätzlich: synchrone Betätigung beider Stellteile innerhalb von 0,5 s sowie Pflicht zum Loslassen beider Stellteile vor Neustart). Typ III ist in drei Untertypen gegliedert: III A (Kategorie 1/PL c), III B (Kategorie 3/PL d) und III C (Kategorie 4/PL e); Typ III C stellt die sicherheitstechnisch anspruchsvollste Ausführung dar. Die Synchronisationszeit, innerhalb derer beide Taster betätigt werden müssen, beträgt maximal 500 ms. Die Zwei-Hand-Bedienung schützt jedoch ausschließlich die Bedienperson selbst und bietet keinen Schutz für Dritte im Gefahrenbereich. Sie wird daher häufig mit weiteren Schutzeinrichtungen kombiniert und ist charakteristischer Bestandteil von Pressen, Stanzmaschinen und Spritzgießmaschinen.
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Zwei-Hand-Bedienung
Safety & SecurityQuelle: wirautomatisierer-Redaktion