Die Segmenttechnologie ist aus der Tablettenproduktion vieler großer Pharmaunternehmen und Generikahersteller nicht mehr wegzudenken. Sie stellt eine ebenso unkomplizierte wie effektive Möglichkeit zur Verfügung, den Tablettenoutput um bis zu 40 % zu steigern. Dabei ist das Potenzial dieser Technologie noch lange nicht ausgeschöpft. Fette Compacting entwickelt kontinuierlich neue Segmente-Angebote.
Matrizen mit Mehrfachwerkzeugen waren und sind eine einfache Möglichkeit, den Output zu steigern. Lange Zeit handelte es sich sogar um die wichtigste Steigerungsmethode. Mit der Einführung der Segmenttechnologie im Jahr 2001 änderte sich dies schlagartig. Nun gab es einen zusätzlichen Hebel, der bis zu 40 % mehr Output ermöglicht. Dies gelingt durch ein einfaches, aber besonders effektives mechanisches Prinzip. Bei konventionellen Matrizenscheiben wird eine Matrize auf dem Rotor mit standardisierten Bohrungen unterschiedlicher Anzahl versehen. In diese Bohrungen werden einzelne Matrizen eingebaut, die mit ihrem Durchmesser die Tablettengröße bestimmen. Bei der Segmenttechnologie hingegen werden die Bohrungen direkt in die Segmente eingebracht. Dadurch lassen sich in einen Segmentrotor bei gleicher Größe deutlich mehr Tablettenstationen integrieren. In puncto Effizienz bieten Segmente sogar noch weitere Vorteile, beispielsweise einen geringeren Produktverlust und eine höhere Produktionssicherheit. Besonders praktisch: Tablettenpressen lassen sich einfach und schnell auf die neue Technologie umrüsten, ohne dass sich die Produktionsparameter oder das Füllverhalten verändern. Abgespeicherte Produktionsdaten und die bisher mit Matrizen verwendeten Stempel lassen sich also problemlos weiterverwenden.
Wenige Handgriffe erforderlich
Der Einsatz von Segmenten bedeutet neben der Performancesteigerung eine deutliche Zeitersparnis. Die Anzahl der Einzelteile verringert sich beispielsweise von 72 auf neun, wodurch bei der Umrüstung die erforderlichen Handgriffe gleichermaßen abnehmen. Auch bei der Reinigung macht sich die geringere Teilezahl zeitlich bemerkbar. Zudem lassen sich die Segmente leichter reinigen, da die schwierig zu säubernden Gewindebohrungen entfallen. Neben der verkürzten Reinigungszeit sorgt die Konstruktion für einen reduzierten Produktverlust, weil sich kein Material mehr in den Spalten zwischen Matrizenscheibe und Matrizen verfängt. Zudem entfällt die bei Formtabletten üblicherweise notwendige Ausrichtung der Matrize zum geführten Stempel. Dies sorgt für zusätzlichen Zeitgewinn. Ein weiterer Vorteil von Segmenten ist, dass sich ihre Oberfläche weniger abnutzt als die Oberflächen von Matrizenscheiben: Beim Wechsel der Matrizen wird die Matrizenscheibe nicht getauscht und ist kontinuierlichem Verschleiß ausgesetzt, während beim Wechsel von Segmenten jedes Mal eine neue Oberfläche zum Einsatz kommt.
Messbare Verbesserungen
Der Anteil der Segmenttechnologie an weltweit verkauften Maschinen seit der Patentanmeldung beträgt mittlerweile rund 40 %. Der große Erfolg resultiert vor allem aus den ganz konkret messbaren Verbesserungen in praktisch allen relevanten Prozessdimensionen der Tablettenproduktion. Neben dem um bis zu 40 % höheren Output sind dies ein bis zu 50 % geringerer Produktverlust sowie 80 % Zeitersparnis beim Umrüsten durch eine Reduktion der Handgriffe. Durch den Einsatz von Hartmetallbuchsen lässt sich außerdem die Lebensdauer der Segmente um rund 300 % verlängern.




