Die industrielle Biotechnologie ist eine Zukunftstechnologie mit großem Potenzial. Das sieht Wacker-Vorstandschef Christian Hartel auch so und unterstützt den Ausbau der Biotechnologieforschung in München. Biopharmazeutika sind Medikamente, deren Wirkstoffe nicht in chemischer Synthese hergestellt werden, sondern in der Regel mit gentechnischen Verfahren auf Basis von Proteinen. “Wir sehen auf diesem Gebiet großes Wachstumspotenzial, weshalb wir hier investieren, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten“, sagt Hartel. In dem neuen Forschungszentrum sollen 90 Menschen arbeiten, Wacker hat nach Firmenangaben einen zweistelligen Millionenbetrag investiert, die genaue Summe nannte der Konzern nicht. (Quelle: dpa)
Zusammenarbeit mit der TU München
Bereits im Jahr 2022 hat Wacker Zusammenarbeit mit der Technische Universität München (TUM) auf diesem Gebiet vertieft das TUM Wacker Institute for Industrial Biotechnology gegründet. Ziel war es, die Forschung in der industriellen Biotechnologie in Deutschland auf internationalem Spitzenniveau weiterzuentwickeln. Mit vereinten Kräften werden hier neue Ansätze für die Herstellung von Spezialchemikalien und Wirkstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen erforscht.
Bei der Erforschung neuer biotechnologischer Produktionssysteme liegt ein Schwerpunkt des Instituts auf der Herstellung von Nukleinsäuren, die unter anderem in der Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden, etwa in der Krebstherapie. Als weitere Forschungsfelder stehen die Produktion von niedermolekularen Verbindungen und die Entwicklung von neuen Prozesskonzepten im Vordergrund. Dabei wird das Institut eng mit der Entwicklungsabteilung von Wacker zusammenarbeiten. Die Forschungsarbeiten werden durch regelmäßige Symposien begleitet.




