Serialisierung und Individualisierung von Pharmaprodukten, UDI-Kennzeichnung von Medizinprodukten sowie generelle Qualitätskontrollen sind gleich vier wichtige Aspekte, die immer mehr zu einer höheren Automatisierung des Produktions- und Verpackungsprozesses, der intelligenten Vernetzung aller Funktionsbereiche und vor allem zur Einbindung von End-to-End-Kontrollsystemen führen. Denn die Informationen auf Produkten und auch auf Verpackungen müssen auf Lesbarkeit und Richtigkeit überprüft, Schlechtpackungen zuverlässig ausgeschleust und die Rückverfolgbarkeit durch die gesamte Supply Chain sichergestellt werden. Verpackungsmaschinen, die zusammen mit Identifikationslösungen kennzeichnen, sind demzufolge ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses.
Um die Daten auf die Packung zu bekommen, stehen eine Vielzahl an Inline- und Offline-Systemen von Multivac für unterschiedliche Anwendungsbereiche und Anforderungen zur Verfügung, beispielsweise Querbahn-, Transportband- und Gliederbandetikettierer sowie Foliendirektdrucksysteme. Auf der Interpack zeigt der Verpackungsspezialist in Halle 17, Stand A51 zum Beispiel einen Foliendirektdrucker DP 230 mit netzwerkfähigem Thermotransferdrucker der aktuellen Generation (TTO 06) auf der Tiefziehverpackungsmaschine R 081, die flexibel für die Verpackung von kleinen Losgrößen eingesetzt werden kann. Der DP 230 verfährt längs und quer auf den Packungen, ist also für mehrreihige und mehrspurige Werkzeuge geeignet. Der TTO 06 druckt 1-D- und 2-D-Codes in sehr guter Qualität auch im höheren Leistungsbereich mit einer Druckbreite von 32 mm. Die Systeme bilden konstruktiv wie auch steuerungstechnisch immer eine perfekte Einheit, da sie speziell an die Verpackungssysteme wie Traysealer oder Tiefziehverpackungsmaschinen angepasst werden.
Zur Feststellung der Etikettenanwesenheit, der Vollständigkeit des Etiketts und der Lesbarkeit des Barcodes werden intelligente Lumineszenz-, Farb- oder Kontrastsensoren sowie Barcodescanner oder Codeleser eingesetzt. Je nach Ausführung des eingesetzten Modells kann der Inhalt des Codes analysiert und mit Referenzdaten verglichen werden. Auch die Richtigkeit der eingesetzten Materialien wie zum Beispiel Folie, Produkt oder Booklet sowie die Farben der Produkte lassen sich zuverlässig überprüfen.
Komplexere Inspektionsaufgaben wie Text- und Mustererkennung auf Verpackungsmaterialien wie Folien oder Etiketten bewältigen Vision-Sensoren und Kamerasysteme. Gegenüber Vision-Sensoren ermöglichen Kamerasysteme vielfältigere Möglichkeiten der Bildanalyse. Ihre Leistungsfähigkeit reicht je nach Ausführung bis zur Packungskontrolle. Die fortschrittliche Bilderfassungstechnik macht es möglich, dass auch bei hohen Geschwindigkeiten gestochen scharfe Bilder übermittelt und verifiziert werden können. PC-basierte Kamerasysteme liefern zudem eine statistische Auswertung der Ergebnisse und zeichnen sich durch schnellere Verarbeitungszeiten sowie komplexere Inspektionsmöglichkeiten aus. Die maximale Größe der zu prüfenden Fläche hängt sowohl bei Vision-Sensoren als auch bei Kamerasystemen in erster Linie davon ab, wie groß das kleinste zu detektierende Merkmal ist. Je kleiner das Merkmal, desto höher muss die Auflösung des Sensors bzw. der Kamera eingestellt werden und desto kleiner wird wiederum die Fläche, die erfasst werden kann. Vision-Sensoren ermöglichen typischerweise die Inspektion einer Fläche von 64 x 48 bis 128 x 96 mm. Mit PC-basierten Kameras werden im Standardbereich Flächen von bis zu 400 x 800 mm pro Kamera inspiziert.




