Die Nachfrage nach Pens und Injektoren boomt weltweit. Angesichts steigender regulatorischer Anforderungen und dynamischer Produktlebenszyklen sind hierfür flexible Verpackungslinien gefragt, die eine wechselnde Anzahl von Elementen verarbeiten können. Das Parenteral Tray Center PTC 200 sowie unterschiedliche Kartonierer und ein umfassendes Packaging Competence Consulting ermöglichen ein flexibles Verpacken von Pens und Injektoren.
Schon lange hat kein Wirkstoff mehr so eine steile Wachstumskurve hingelegt wie Semaglutid. Unter den Markennamen Ozempic und Wegevoy wird es nicht nur erfolgreich als Diabetesmedikament eingesetzt. In einigen Ländern sind die beiden Medikamente bereits zur Behandlung von Übergewicht zugelassen, in anderen in der Testphase. Der große wirtschaftliche Erfolg von Ozempic, Wegovy und Konkurrenzprodukten wie Zepound (Tirzepatid) beruht dabei nicht nur auf ihrer medizinischen Wirksamkeit: Mit Alter und Lebensstil assoziierte Krankheiten wie Diabetes Typ 2 und kardiovaskuläre Erkrankungen machen aktuell einen großen Anteil der diagnostizierten und behandelten Erkrankungen weltweit aus, mit steigender Tendenz. Es gibt für diese Medikamente einen großen Markt. Dabei ist das Besondere dieser Medikamente nicht nur der neue Wirkstoff. Für ihren Erfolg ebenso zentral ist die unkomplizierte, patientenfreundliche Darreichungsform der Mittel: Es handelt sich in den meisten Fällen um Parenteralia, die von medizinischen Fachpersonen, meist aber von den Patienten selbst mit einem Injektor oder einem Pen verabreicht werden.
Herausforderungen bei Injektoren
Pens und Injektoren sind nicht neu. Viele Menschen, die wegen Diabetes behandelt werden, nutzen sie bereits seit vielen Jahren. Doch der Bereich hat sich in den letzten Jahren enorm ausdifferenziert: Durch technische und medizinische Innovationen hat sich das Einsatzspektrum von Injektoren und Pens auch auf andere chronische Krankheiten erweitert. Technologische Fortschritte wie intelligente Funktionen und verbesserte Designmerkmale tragen zusätzlich zu ihrer Attraktivität für Patienten bei. Laut Marktforschung lag der weltweite Markt für Pens und Injektoren 2024 bei 40 Mrd. US-Dollar und wird bis 2030 voraussichtlich bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 7,4 % liegen. Injektoren werden für Einmalanwendung als Autoinjektor (mit integrierter Spritze) für Mehrfachanwendung als Peninjektor (mit integrierter Karpule) angeboten. Der Anteil der Injektoren, die über eine längere Zeit genutzt werden, liegt aktuell bei rund zwei Drittel. Ihr Anteil wird sich noch weiter erhöhen. (Quelle: https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/injection-pens-market)
Für den Verpackungsprozess stellen Pens und Injektoren besondere Herausforderungen dar. Da ist zum einen die Komplexität einer Verkaufseinheit. Wertvolle, teilweise fragile Objekte wie einer oder mehrere Injektoren bzw. Pens sowie Beilagen wie Nadeln, Karpulen, Produktinformation und Gebrauchsanweisung müssen sicher in einem Karton verpackt werden. Die Anzahl und Vielfalt der zu verpackenden Elemente hat direkte Auswirkungen auf die anzuwendenden Track-&-Trace-Regularien. So gelten Injektoren und Pens in manchen Ländern als Medizinprodukte oder auch als Medikamente. Für beide Produkttypen gelten unterschiedliche regulatorische Vorgaben für die eindeutige Rückverfolgbarkeit. Wie bei allen innovativen Medikamenten bzw. Darreichungsformen ist dieser Bereich noch sehr im Fluss: Es wird intensiv an Verbesserungen der Galenik wie auch an der Ausweitung der Einsatzgebiete dieser Applikationssysteme geforscht und entwickelt. Dadurch gestaltet sich der Produktlebenszyklus noch sehr dynamisch. Verpackungselemente und deren Formen können sich relativ schnell ändern.




