Die Pharmaindustrie leidet unter Fachkräftemangel. Mit Tiktok könnten die Unternehmen die Lücken zu schließen. Wie das schnell und dabei völlig kostenlos funktioniert, erklärt Maximilian Kraft, Geschäftsführer der Personalberatung pates AG.
Nur selten werden auf Tiktok Kanäle zur Personalsuche eingerichtet. Maximilian Kraft, der mit seinem Team Pharmaunternehmen beim Recruiting unterstützt, hält die Plattform jedoch für sehr gut eignet, potenzielle Mitarbeiter anzusprechen und vom eigenen Unternehmen zu überzeugen. Wichtig sei jedoch die richtige Herangehensweise, meint der Experte. Worauf es dabei ankommt und was beim Start mit Tiktok zu beachten ist, fasst er in sieben Punkten zusammen.
1. Mit Tiktok kostenlos Reichweite aufbauen
Anders als bei den gängigen Plattformen wie Instagram oder Facebook, ist es auf Tiktok noch möglich, ohne finanzielle Investition Reichweite zu generieren. Das kann die Entscheidung erleichtern, einfach einmal einen Versuch auf der Plattform zu starten, ohne dabei ein Risiko einzugehen.
2. Mehrere Video-Clips veröffentlichen
Unternehmen sollten nicht sparsam mit den Inhalten umgehen, denn schließlich lebt die Plattform davon. Erfahrungsgemäß ist damit zu rechnen, dass von zehn Clips ein Exemplar spürbaren Erfolg haben wird. Auch Videos, die bereits auf einem anderen Kanal vom Unternehmen hochgeladen wurden, können auf Tiktok genutzt werden.
3. Jeden Tag präsent sein
Um auf sozialen Medien erfolgreich zu sein, ist permanente Präsenz wichtig. Daher ist es besser, nicht an einem Tag fünf Clips hochzuladen, sondern täglich mindestens einen neuen Film. Noch wirkungsvoller ist es, sogar zwei oder mehrere Clips täglich zu posten. Hier sollten sich Unternehmen allerdings einen Experten zur Seite holen, der sich mit den Fallstricken und Besonderheiten von Tiktok auskennt.
4. Zwei Kanäle einrichten
Ratsam ist es, neben einem Firmenkanal noch eine weitere Präsenz als Inhaber oder Vertreter aufzubauen – so gelingt der optimale Mix, der dafür sorgt, möglichst viel aus der Plattform herauszuholen. Denn so kann man die Kanäle und Posts gegenseitig verlinken und damit eine noch höhere Reichweite erreichen.
5. Nutzen für die Zielgruppe kommunizieren
Die Zielgruppe auf Tiktok ist jung und besteht aus potenziellen Quereinsteigern, Azubis und Absolventen, die gerade von der Uni kommen – größtenteils handelt es sich um die Generation Y. Vor der Aktivität auf der Plattform sollte definiert werden, welche Benefits für diese Altersgruppe interessant sind. Wer hier sorgfältig vorgeht, kann sein Employer Branding sehr stark in die Höhe treiben.




