Kann ein Schnellstart in die Serialisierung gelingen? Mettler Toledo PCE beantwortet diese Frage mit „Ja“ und verweist auf die im Herbst 2015 vorgestellte PLM-direct-Lösung. PLM direct adressiert Pharmaunternehmen und Lohnverpacker, die ohne hohen Integrationsaufwand und außerhalb komplexer Produktionslinien erste Erfahrungen sammeln und ihre Serialisierungskompetenz Schritt für Schritt ausbauen möchten. Unterstützt werden hierzu alle Mettler-Toledo-PCE-Serialisierungssysteme wie XMV und XMV TE (siehe Kasten), aber auch Erweiterungslösungen auf bestehenden Verpackungslinien. Im Zusammenspiel mit diesen Serialisierungssystemen stellt PLM direct richtlinienkonforme Qualitätssicherungsprozesse sicher, sodass pharmazeutische Hersteller alle Vorgaben der EU-Richtlinie 2011/62 zum Fälschungsschutz umsetzen können.
Die PLM-direct-Software erlaubt es, zum Austausch der Auftragsdaten Einzelstationen zur Serialisierung über eine offene XML-Schnittstelle an bestehende MES-, ERP- oder Cloud-Lösungen anzubinden. Das Datenbankschema der Software wurde speziell für Hochleistungsspeicherungen entwickelt. Es garantiert somit einen schnellen Datenaustausch mit Geschwindigkeiten von bis zu 400 Faltschachteln pro Minute. Hier gilt generell: Hersteller sollten beim Serialisierungseinstieg von Beginn an darauf achten, dass alle Track&Trace-Komponenten von der Bedruckung bis zur Datenspeicherung über ausreichend Geschwindigkeitsreserven verfügen, um künftig genügend Puffer für Effizienzsteigerungen über höhere Durchsatzraten in der Produktion zu haben.
PLM direct deckt typische Step-by-Step-Einstiegsszenarien ab wie etwa die Serialisierungseinführung an nur einer Produktionslinie oder das erste Serialisieren kleiner Losgrößen. Gleichzeitig ist die Software ein Rettungsanker für Lohnverpacker, die vor der Herausforderung stehen, auftragsbezogen möglichst rasch eine Serialisierung umzusetzen. Der Lohnverpacker teilt Mettler Toledo PCE mit, welche Codierungsszenarien er benötigt und erhält PLM direct vorkonfiguriert bereitgestellt. Setup und Inbetriebnahme der schlüsselfertigen Serialisierungslösung nimmt Mettler Toledo PCE in der Produktionsstätte vor Ort vor. Die Installation bei Pharmaherstellern gehorcht dem gleichen Prozedere.
Bleibt die spannende Frage: Wie gelingt mit PLM direct der Sprung von ersten Serialisierungsinseln hin zur Serialisierung mit Aggregation und paralleler Produktion auf mehreren Linien? Hierfür hält Mettler Toledo PCE über PLM-direct-Upgrades den Migrationspfad hin zur Steuerung ganzer Linien und Aggregation mittels PCE-Line-Manager und PCE-Site-Manager offen. PLM direct unterstützt somit einen schrittweisen Auf- und Ausbau der zur Serialisierung erforderlichen Infrastruktur, sodass Pharmahersteller ihren Erfahrungshorizont Zug um Zug erweitern und zusätzliche Serialisierungsstationen integrieren können.




