Eine besser geschützte, effizientere pharmazeutische Lieferkette sorgt für sicherere und kostengünstigere Arzneimittel. Die grundlegende Idee, gefälschte Medikamente und graue Märkte zu bekämpfen – das Hauptziel der Vorschriften zur Serialisierung –, dient zuallererst den Patienten. Bei richtiger Implementierung und Nutzung vielversprechender Technologien profitieren davon jedoch alle Parteien der pharmazeutischen Lieferkette.
Um die pharmazeutische Lieferkette sicherer zu machen und gefährliche Arzneimittelfälschungen zu bekämpfen, arbeiten derzeit immer mehr Länder an Track & Trace-Vorschriften. Aus diesem Grund wird Compliance zu einer immer größeren Herausforderung für Pharmaunternehmen, da Fristen sowie Serialisierungs-, Aggregations- und Codieranforderungen sehr unterschiedlich sind. Die Implementierung von Serialisierungs- und Track & Trace-Prozessen zur Einhaltung von Vorschriften auf der ganzen Welt bedeutet einen immensen Aufwand an Arbeitskraft, Zeit und Investitionen. Es müssen zahlreiche Risiken berücksichtigt und Fallstricke vermieden werden. Auf Grundlage einer agilen IT-Architektur bieten Serialisierungs- und Track & Trace-Systeme jedoch Chancen, die über die Compliance hinausgehen.
Bessere Kontrolle der Serialisierung
Level-3- bzw. Standort-Level-Serialisierungslösungen wie Adents Seriza zentralisieren Informationen, sodass standortweite Transparenz und Reaktionsfähigkeit entstehen. Seriza ist auf zwei Komponenten aufgebaut: Adents Supervisor und Adents Pilot. Installiert auf einem zentralen Server auf Standortebene, ist der Supervisor der Grundpfeiler dieser Serialisierungslösung, während der Pilot Hardware auf Produktionslinienebene steuert und dafür sorgt, dass die Informationen für eine korrekte Serialisierung und Bündel-Box-Palette-Aggregation zuverlässig in allen Anlagen umgesetzt werden.
Solche zentral konfigurierbaren Serialisierungslösungen können eine Menge Zeit und Arbeit sparen und das Risiko menschlicher Fehler verringern. Wenn beispielsweise Regulierungsinformationen zentral in Adents Supervisor konfiguriert werden, lassen sich Informationen einfach an die Linien übertragen. Eine Hartcodierung für jede einzelne Linie (was wiederum das Risiko für Konfigurationsfehler auf Linienebene erhöhen würde) wird somit überflüssig. Sollte ein Fehler auftreten, muss dieser nur einmal behoben werden, da eine zentral konfigurierbare Level-3-Lösung nur eine einzige Änderung an den allgemeinen Parametern erfordert, die anschließend für den gesamten Fertigungsstandort übernommen wird. Dies vereinfacht auch Chargenwechsel, da das Bedienpersonal einer Linie einfach den nächsten, bereits in Supervisor vorkonfigurierten Arbeitsauftrag auswählen kann, ohne eine Systemeinrichtung auf Linienebene vornehmen zu müssen. Alternativ – falls auf einer Linie ein Problem auftritt – kann der Supervisor Chargeninformationen einfach an eine andere Linie übertragen, die den Arbeitsauftrag dann ausführt.




