Zum Inhalt springen
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
Branche:PharmaKosmetikOTC & Gesundheit
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Pharma ProzesstechnikKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Pharma Prozesstechnik
    © 2026 Pharma Prozesstechnik
    Startseite/Automation & MSR/Artikel
    Schutzschirm für Schwabe
    Bildquelle nicht angegeben
    Automation & MSR

    Schutzschirm für Schwabe

    Wie Managed Detection and Response (MDR) als Schutzschirm gegen Cyberkriminelle wirkt, zeigt das Beispiel des Pharmaherstellers Schwabe.
    Veröffentlicht
    17. Oktober 2025
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Automation & MSR

    Mit der fortschreitenden digitalen Transformation und internationalen Expansion geraten die IT- und OT-Landschaften von Pharmaunternehmen zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen. Klassischer Perimeterschutz reicht längst nicht mehr aus. Wie Managed Detection and Response (MDR) als Schutzschirm wirkt, zeigt das Beispiel des Pharmaherstellers Schwabe.

    Produktionssysteme in der Pharmaindustrie sind längst nicht mehr abgeschottet. Operational Technology (OT) – also Steuerungssysteme wie Scada oder ICS, die Maschinen, Anlagen und Fertigungsprozesse regeln – ist eng mit klassischer IT verknüpft. Diese Konvergenz bringt Effizienz, schafft aber zugleich neue Risiken: Angreifer können heute nicht nur in Büro- oder Cloud-Systeme eindringen, sondern auch Produktionsanlagen stören, manipulieren oder stilllegen. Damit steht die Geschäftskontinuität ebenso auf dem Spiel wie die Sicherheit sensibler Daten.

    Die Angriffe sind vielseitig: Hochspezialisierte Gruppen wie Lazarus oder APT33 setzen auf Malware, Phishing-Kampagnen oder das Ausnutzen von Remote-Zugängen, um in hybride IT-/OT-Umgebungen vorzudringen. Ein typisches Muster: Eine gefälschte Lieferanten-E-Mail mit infiziertem Anhang öffnet das Tor ins Firmennetz. Von dort aus bewegen sich die Angreifer lateral, spähen Zugänge aus und nehmen Produktionsprozesse ins Visier. Schon kleine Manipulationen können große Folgen haben – von der Unterbrechung von Lieferketten über Ausfälle in der Fertigung bis hin zu gezielter Industriesabotage.

    Branche unter Druck

    Wie stark die Branche unter Druck steht, zeigt der Digital Universe Report (H1/2025) des Cybersecurity-Experten Obrela: Rund 29 % aller Vorfälle entfallen auf verdächtige interne Aktivitäten – darunter missbrauchte Benutzerkonten oder unautorisierte Zugriffe. Weitere 24 % betreffen branchenspezifische Risiken wie Eingriffe in Lieferketten oder Manipulation von Maschinenkonfigurationen. Hinzu kommen 17 % Malware-Angriffe, die vor allem auf alte Infrastrukturen zielen, sowie Bedrohungen durch unsichere Schnittstellen, Reconnaissance und externe Infiltration.

    Neue Sicherheitsansätze erforderlich

    Diese Bedrohungen prallen auf hybride IT-/OT-Umgebungen, in denen Produktionsanlagen, Cloud-Dienste und Legacy-Systeme eng miteinander verflochten sind. Besonders die Brücken zwischen IT und OT – von Scada-Steuerungen bis zu Remote-Maintenance-Zugängen – sind kritische Einfallstore. Gleichzeitig wächst der regulatorische Druck: Vorgaben wie NIS2, die Kritis-Verordnung oder branchenspezifische Standards wie GxP verlangen von Unternehmen, dass sie ihre Sicherheitsmaßnahmen jederzeit nachweisen und Audits bestehen können.

    Operative Herausforderungen stellen eine weitere Herausforderung dar. Cyberangriffe passieren nicht im 9-to-5-Rhythmus, sondern rund um die Uhr. Effektives Monitoring und schnelle Reaktionen sind deshalb unverzichtbar – stoßen aber angesichts von Fachkräftemangel und knappen Ressourcen an Grenzen. Zugleich gilt es, Security Operations über internationale Standorte hinweg einheitlich zu skalieren und zu steuern. Fragmentierte Einzellösungen reichen dafür nicht mehr aus. Gefragt ist eine konsolidierte Sichtweise auf die gesamte Bedrohungslage – von der IT über die Produktionsumgebungen hinweg.

    Pharma

    Mehr aus Automation & MSR

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Automation & MSR.

    Alle Automation & MSR-Artikel
    Motorventile und Regelventile in der GMP-Fertigung: Funktionsprinzipien, Bauformen und Auswahlkriterien
    Automation & MSR

    Motorventile und Regelventile in der GMP-Fertigung: Funktionsprinzipien, Bauformen und Auswahlkriterien

    19. Oktober 2026

    Regelventile sind zentrale Stellglieder in pharmazeutischen Prozessanlagen – von der Dampfsterilisation bis zur Aseptikabfüllung. Dieser Artikel erläutert Funktionsprinzipien, GMP-relevante Bauformen und die…

    Füllstandsmessung in der pharmazeutischen Produktion: Messprinzipien, GMP-Anforderungen und Geräteauswahl
    Automation & MSR

    Füllstandsmessung in der pharmazeutischen Produktion: Messprinzipien, GMP-Anforderungen und Geräteauswahl

    15. Oktober 2026

    Füllstandssensoren sind in Pharmabetrieben an Reaktoren, Puffertanks, Dosierbehältern und Feststoffsilos allgegenwärtig. Welche Messprinzipien sich für welche Applikation eignen und was GMP-Regularien an Dokumentation,…

    ← Zurück zu Automation & MSRZur Startseite

    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    Managed Detection Response (MDR)

    Genau hier setzen Managed Detection and Response (MDR) Ansätze an. Sie vereinen drei Kernaufgaben: Bedrohungen erkennen, Vorfälle eindämmen und kontinuierlich nach Angreifern suchen. Im Unterschied zu klassischen Tools geht es nicht nur darum, Alarme auszugeben, sondern Angriffe in Echtzeit einzuordnen und zu stoppen. Das Herzstück ist ein Security Operations Center (SOC), das rund um die Uhr Daten sammelt, auswertet und gezielt eingreift.

    Ein weiterer Vorteil: MDR betrachtet IT- und OT-Umgebungen gemeinsam. So lassen sich Angriffe nicht nur in Büro- und Cloud-Systemen, sondern auch in Produktionsanlagen aufspüren. Transparente Berichte und KPIs schaffen Nachvollziehbarkeit gegenüber Management und Regulatoren. Ergänzend können Unternehmen Dienste wie Schwachstellenscans, Penetrationstests oder standardisierte Playbooks einbinden. Das entlastet interne Teams und ermöglicht, Security Operations auch über internationale Standorte hinweg konsistent zu steuern.

    Worauf kommt es bei der Wahl eines MDR-Ansatzes an? Unternehmen sollten prüfen, ob ein Anbieter echte 24/7-SOC-Abdeckung mit erfahrenen Analysten sicherstellt, IT- und OT-Umgebungen gleichermaßen abdeckt und neben der reinen Erkennung auch Incident Response bietet. Ebenso wichtig sind Transparenz und Nachvollziehbarkeit durch KPIs und Berichte – gerade im Hinblick auf regulatorische Anforderungen. Nur im Zusammenspiel dieser Faktoren wird MDR zu einem wirksamen Schutzschirm für die gesamte Organisation.

    Beispiel Schwabe-Gruppe

    Wie sich diese Anforderungen konkret umsetzen lassen, zeigt das Beispiel der Schwabe-Gruppe. Der Unternehmensverbund gehört mit über 150 Jahren Marktpräsenz zu den ältesten pharmazeutischen Herstellern Europas. Zum Konzern zählen mehrere Unternehmen der Pharma- und Gesundheitsindustrie, die auf pflanzliche Wirkstoffe setzen. Mit der internationalen Expansion und der wachsenden Digitalisierung nahmen jedoch auch die Cyberrisiken deutlich zu. Besonders die komplexen IT- und OT-Umgebungen mussten gezielt abgesichert werden. Das IT-Team formulierte deshalb klare Anforderungen an einen künftigen Sicherheitspartner: konsolidiertes Monitoring, Entlastung der eigenen Teams, skalierbare Services sowie zusätzliche Leistungen wie Penetrationstests und Schwachstellenscans.

    Nach einer umfassenden Ausschreibung entschied sich Schwabe für den Cybersecurity-Experten Obrela. Ausschlaggebend war, dass die Lösung Swordfish alle definierten Kriterien abdeckte: moderne MDR-Technologie in der Cloud (auf Basis von Microsoft Sentinel und Lighthouse) ebenso wie die Integration in bestehende Systeme. Die zentrale Plattform ermöglicht einheitliches Sicherheitsmonitoring, Verwaltung von Serviceanfragen und KPI-Tracking. Ein Pluspunkt war zudem das schnelle Onboarding: Der Service war kurzfristig einsatzbereit und ließ sich Schritt für Schritt auf weitere Log-Quellen und Standorte ausweiten.

    Mit dem MDR von Obrela gewann Schwabe Transparenz über die gesamte Bedrohungslage und konnte die internen IT-Teams spürbar entlasten. Monatliche Schwachstellenscans, abgestimmte Playbooks, regelmäßige Service-Calls und strategische Business Reviews ergänzen den Betrieb und stärken die Sicherheitsorganisation. Dadurch konzentriert sich die interne IT stärker auf Architektur und Weiterentwicklung, während die Security Operations zuverlässig rund um die Uhr laufen. Die Skalierbarkeit der Lösung macht es außerdem möglich, den Schutz auch international auszurollen und die Grundlage für ein zukünftiges OT-Monitoring zu legen. Insgesamt konnte Schwabe so die eigenen Sicherheitskennzahlen deutlich verbessern, das Unternehmen nachhaltig schützen und ein hohes Maß an Wachsamkeit und Fachwissen bewahren.

    Mit MDR etabliert sich ein Ansatz, der als Service funktioniert: Unternehmen können auf spezialisierte Expertise und rund um die Uhr verfügbare Security Operations zurückgreifen, ohne eigene Ressourcen im gleichen Maß aufbauen zu müssen. Für IT-Entscheider bedeutet das: Der Schutzschirm gegen Angriffe wird nicht einfach implementiert, sondern kontinuierlich weiterentwickelt – ein pragmatischer Weg, um wachsenden Risiken in Pharma und Industrie zu begegnen.

    Obrela, Köln

    Autor: Stefan Bange

    Managing Director Germany, Obrela

    Temperatursensoren in der GMP-Fertigung: Messprinzipien, Anforderungen und Qualifizierung
    Automation & MSR

    Temperatursensoren in der GMP-Fertigung: Messprinzipien, Anforderungen und Qualifizierung

    13. Oktober 2026

    Temperaturmessung gehört zu den meistgenutzten Messprinzipien in der pharmazeutischen Produktion – von der Granulierung bis zur Sterilisation. Welche Sensortypen für welche Anwendung geeignet sind und was GMP-konforme…

    Durchflussmessung in der pharmazeutischen Produktion: Messprinzipien, GMP-Anforderungen und Geräteauswahl
    Automation & MSR

    Durchflussmessung in der pharmazeutischen Produktion: Messprinzipien, GMP-Anforderungen und Geräteauswahl

    9. Oktober 2026

    Durchflussmessgeräte gehören zu den meisteingesetzten Feldgeräten in der Pharmaproduktion – von der Wasseraufbereitung bis zur aseptischen Abfüllung. Welche Messprinzipien sich für welche Anwendungen eignen und was…