Die scheidende Merck-Chefin Belen Garijo hat bereits einen neuen hochkarätigen Job gefunden: Die Spanierin wechselt an die Spitze des französischen Pharmakonzerns Sanofi. Der Verwaltungsrat hat entschieden, den Vertrag des bisherigen Sanofi-Chefs Paul Hudson nicht zu verlängern, teilte Sanofi überraschend mit. Hudson soll nach sechsjähriger Amtszeit bereits am 17. Februar ausscheiden. Garijo werde ihren neuen Posten nach der Hauptversammlung am 29. April übernehmen. Der Verwaltungsrat wird den Aktionären außerdem die Kandidatur von Belén Garijo als Verwaltungsratsmitglied der Gruppe zur Abstimmung vorlegen. Olivier Charmeil, Executive Vice President, General Medicines, und seit 2011 Mitglied des Executive Committee, wird während der Übergangsphase die Rolle des Interim-Chief Executive Officer übernehmen.
Sanofi-Verwaltungsratschef Frédéric Oudéa lobte die Expertise von Garijo. “Sie ist eine anerkannte Führungskraft in unserer Branche mit einem unbestrittenen Ruf. Sie kennt die Sanofi-Gruppe sehr gut, wo sie 15 Jahre lang wichtige Positionen innehatte und viele Erfolge erzielt hat.“ Nun soll sie die Umsetzung der Strategie von Sanofi mit noch größerer Konsequenz vorantreiben und die Vorbereitung der Zukunft der Gruppe beschleunigen. Ihre Priorität wird es sein, die Produktivität, Governance und Innovationsfähigkeit von Forschung und Entwicklung zu stärken.
Der Nachfolger bei Merck
Beim Pharma- und Technologiekonzern Merck steht die Staffelübergabe schon seit längerem fest: Dort soll der amtierende Leiter der Elektroniksparte, Kai Beckmann, Garijo den bisherigen Ankündigungen zufolge zum 1. Mai 2026 an der Konzernspitze ablösen. Den Wechsel hatte das Darmstädter Dax-Unternehmen im vergangenen September verkündet. Garijo hatte den Chefposten dort im Mai 2021 übernommen und Merck durch die Corona-Pandemie gesteuert. Zudem managte sie Zukäufe wie zuletzt die Übernahme des US-Krebsspezialisten Springworks Therapeutics.
(Quelle: dpa/Sanofi)




