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    Sartorius wächst 2025 profitabel und blickt weiter positiv nach vorn
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    Branche & Markt

    Sartorius wächst 2025 profitabel und blickt weiter positiv nach vorn

    Der Life-Science-Konzern Sartorius hat das Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen wie erwartet mit einem deutlichen Anstieg von Umsatz und Ertrag
    Veröffentlicht
    03. Februar 2026
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Branche & Markt

    „Das Jahr 2025 war in der gesamten Branche geprägt von einer Rückkehr zu normalem Nachfrageverhalten bei Verbrauchsmaterialien, einer hohen Innovationsdynamik bei etablierten Therapien und neuen Modalitäten sowie einer weiterhin verhaltenen Investitionstätigkeit der Kunden“, sagte Sartorius-Vorstandschef Dr. Michael Grosse. „Für Sartorius war es ein erfolgreiches Jahr: Wir haben unsere Umsatz- und Profitabilitätsziele zuverlässig erreicht und sind sehr zufrieden. Beide Sparten haben zu diesem positiven Ergebnis beigetragen. Besonders erfreulich war die Entwicklung des margenstarken wiederkehrenden Geschäfts mit Verbrauchsmaterialien, während sich das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten im Jahresverlauf zunehmend stabilisierte.“ Ein Grund für das Wachstum ist, dass Sartorius die richtigen Weichen gestellt hat: Im Fokus standen dabei der kontinuierliche Ausbau des globalen Forschungs- und Produktionsnetzwerks, die Einführung innovativer Produkte sowie die Ergänzung des Portfolios im strategisch wichtigen Feld der Mikrogewebe durch die Übernahme von Mattek. Auf dieser Basis will das Unternehmen den profitablen Wachstumskurs im Jahr 2026 fortsetzen. Der offizielle Geschäftsbericht wird am 16. Februar veröffentlicht.

    Geschäftsentwicklung des Konzerns

    Der Umsatz des Sartorius-Konzerns erhöhte sich im Berichtsjahr nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorjahr deutlich um wechselkursbereinigt 7,6 % auf 3,538 Mrd. Euro. Das nominale Wachstum lag hauptsächlich bedingt durch die Schwäche des US-Dollars bei 4,7 %. Zum Umsatzwachstum trugen alle Regionen bei: Die Region EMEA wuchs mit einem Umsatz von 1,467 Mrd. Euro um wechselkursbereinigt 5,8 % im Vergleich zum Vorjahr, während die Region Amerika das Jahr mit einem Umsatzplus von 8,9 % und 1,251 Mrd. Euro beendete. Auch in der Region Asien/Pazifik erreichte das Unternehmen ein Plus von 8,9 % und damit einen Umsatz von 820 Mio. Euro.

    Der Ertrag des Konzerns gemessen am operativen EBITDA wuchs weiter deutlich überproportional um 11,2 % auf 1,052 Mrd. Euro. Volumen-, Produktmix- und Skaleneffekte konnten dabei negative Währungseinflüsse sowie den dämpfenden Effekt der US-Zölle mehr als ausgleichen. Die entsprechende Marge stieg entsprechend signifikant um 1,7 Prozentpunkte auf 29,7 % nach 28,0 % im Vorjahr.

    Noch stärker entwickelte sich der maßgebliche Jahresüberschuss, der um 18,2 % zulegte und einen Wert von 331 Mio. Euro erreichte, nach 280 Mio. Euro im Jahr 2024.

    Investitionsprogramm fortgesetzt

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Sartorius sein langfristig angelegtes Investitionsprogramm fortgesetzt und seine auf organisches Wachstum und Resilienz ausgerichtete weltweite Forschungs- und Produktionsinfrastruktur weiter ausgebaut. In Aubagne, Frankreich, hat das Unternehmen den Ausbau seines Produktionsstandorts für Bioprozesstechnologien abgeschlossen. Planmäßig voran gingen auch die Erweiterung der Membran- und Filterproduktion am Hauptsitz in Göttingen sowie der Aufbau des neuen Standorts in Songdo, Südkorea, von dem aus zukünftig der gesamte südasiatische Markt bedient werden soll. Die Gesamtinvestitionen in die Forschungs- und Produktionsinfrastruktur betrugen im Berichtsjahr 442 Mio. Euro nach 410 Mio. Euro im Vorjahr; die auf den Umsatz bezogene Investitionsquote lag wie geplant bei 12,5 %.

    Pharma

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    Geschäftsentwicklung der Sparte Bioprocess Solutions

    Die Sparte Bioprocess Solutions, die für mehr als Dreiviertel des Konzernumsatzes steht und eine breite Palette innovativer Technologien für die effiziente und nachhaltige Herstellung von Biopharmazeutika bietet, erzielte ein erhebliches, nahezu zweistelliges Wachstum: Der Umsatz stieg gegenüber einer moderaten Vorjahresbasis um wechselkursbereinigt 9,5 % auf 2,865 Mrd. Euro. Wesentlicher Treiber war die anhaltend starke Nachfrage im umsatzanteilig größeren und margenstarken, wiederkehrenden Geschäft mit Verbrauchsmaterialien wie Filtern und Einwegbeuteln. Das Geschäft mit Bioprozessanlagen war aufgrund der branchenweiten Investitionszurückhaltung der Kunden rückläufig, zeigte jedoch eine zunehmende Stabilisierung. Noch deutlicher als der Umsatz entwickelte sich das operative EBITDA der Sparte, das um 15,2 % auf 907 Mio. Euro anstieg.

    Mit Fokus auf die Bedürfnisse ihrer Kunden hat die Bioprozesssparte ihr Produktportfolio im abgelaufenen Geschäftsjahr gezielt weiterentwickelt. Die Technologien zielen darauf ab, die Produktivität und Nachhaltigkeit in der Herstellung von Arzneimitteln zu steigern, neue Therapien zu ermöglichen und für Patienten weltweit zugänglich zu machen. Auf den Markt kamen unter anderem Systeme zur Prozessintensivierung, die den Übergang von der Produktion in Chargen zu kontinuierlichen Herstellungsprozessen unterstützen, innovative Filtrationslösungen sowie Software- und App-Angebote. In Zusammenarbeit mit dem US-Startup Nanotein Technologies erweiterte die Sparte zudem ihr Reagenzienportfolio für die Zellaktivierung und -expansion in der Herstellung von Zelltherapien. Fortschritte beim Ökodesign der Produkte zeigen sich insbesondere in der Einführung eines PFAS-freien Filters sowie im Einsatz zertifizierter, erneuerbarer Rohstoffe in ausgewählten Einwegbeuteln, Bioreaktoren und Filtern.

    Ausblick auf 2026

    Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Sartorius eine Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses, wobei mit einer anhaltend positiven Entwicklung der Sparte Bioprocess Solutions und einer Belebung der Sparte Lab Products & Services gerechnet wird. Den währungsbereinigten Umsatzzuwachs des Sartorius-Konzerns erwartet die Unternehmensleitung zwischen rund 5 und 9 %, einschließlich eines Beitrags von etwa 1 Prozentpunkt aus der Mattek-Akquisition sowie den US-Zollzuschlägen. Die operative EBITDA-Marge sollte sich durch Volumen- und Skaleneffekte auf etwas über 30 % Prozent erhöhen.

    Die auf den Umsatz bezogene Investitionsquote wird voraussichtlich auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2025 liegen. Dies reflektiert die fortgesetzten, gezielten Investitionen in Forschungs- und Produktionskapazitäten, Technologien und Innovationen zur Unterstützung der mittelfristigen Wachstumsambitionen des Konzerns.

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