Die für Life-Science-Unternehmen im Hinblick auf eine effiziente Ressourcennutzung relevanten Assets lassen sich in drei Kategorien unterteilen:
- Finanzielle Mittel
- Mitarbeiter und deren Know-how
- Physische Anlagen, die der Wertschöpfung dienen
Über eine verbesserte Rüstzeit lässt sich die Anlageneffizienz (als Kennzahl erhoben in der Overall Equipment Effectiveness oder OEE) bzw. -verfügbarkeit erhöhen. Die Kunst bei solchen Projekten ist dabei nicht, eine einzelne Kennzahl zu verbessern, sondern die gesamten Kosten, und hier vor allem die operationalen Kosten, zu senken. Dies geht nicht ohne einen Blick „über den Tellerrand“ und gegebenenfalls die Unterstützung eines Dienstleisters. Hier können beispielsweise die Experten von Chemgineering Business Design mit ihrer 20-jährigen Beratungskompetenz weiterhelfen.
Rüstzeitoptimierung bzw. SMED (Single Minute Exchange of Die) zielt mit seinen fünf sich wiederholenden Schritten darauf ab, die Rüstzeit auf eine einstellige Minutenzahl zu reduzieren. Im ersten Schritt werden dabei die internen und externen Rüstvorgänge voneinander getrennt. Das Ziel ist hier, während der laufenden Produktion externe Rüstvorgänge durchführen zu können. In einem zweiten Schritt wird geprüft, inwieweit sich interne in externe Rüstvorgänge überführen lassen. Diese werden in Schritt drei immer weiter optimiert und standardisiert. In den letzten beiden Schritten wird daran gearbeitet, zum einen die Justierungsvorgänge auf ein Minimum zu reduzieren und zum anderen möglichst viele Rüstvorgänge parallel ablaufen zu lassen. Mit einer optimalen Rüstzeit konnte beispielsweise die Gesamtanlageneffizienz bei einem Kundenprojekt um etwas mehr als 8 % erhöht werden.
Wird eine Produktionsanlage neu eingerichtet, kann nicht produziert werden. In dieser Zeit verursacht die Anlage nur Kosten – eine Herausforderung nicht nur für Unternehmen im Pharma- und Medizintechnik-Umfeld. Mit Konzepten wie dem Single Minute Exchange of Die bzw. SMED ist es möglich, ineffiziente Stellen in der Produktion zu optimieren. Hierbei werden wiederholt Maßnahmen durchlaufen, bis die Rüstzeit im einstelligen Minutenbereich liegt. Unterschieden wird zwischen dem sogenannten „internen Rüsten“ und dem „externen Rüsten“. Das interne Rüsten beinhaltet diejenigen Arbeitsschritte, die tatsächlich unbedingt einen Anlagenstopp verlangen. Das externe Rüsten lässt sich wiederum während der Produktion durchführen. Beispielsweise können Mitarbeiter die Füllköpfe in einer Abfüllanlage nur während des Stillstands wechseln. Die zuführenden Pumpen und Schläuche müssen ausgebaut, gereinigt und wieder eingebaut werden. Betrachtet man jedoch die einzelnen Arbeitsschritte genauer, zählen zwar der Ein- sowie Ausbau von Pumpen und Schläuchen zum internen Rüsten, das Reinigen jedoch nicht. So lassen sich mit einem doppelten Satz Pumpen und Schläuche diese nach der Abfüllung von Produkt A sowie dem Ausbau des verwendeten Satzes bereits säubern und zum direkten Einbau bereitstellen. Der verwendete Satz an Pumpen und Schläuchen wird gereinigt, während das folgende Produkt B abgefüllt wird – die Anlage läuft also weiter.




