Anfang Dezember führte Jumo seinen 1. Branchentag Pharmawasser durch – natürlich digital und auf seiner preisgekrönten Xperience-Plattform. Im Fokus der Veranstaltung standen neben der eigentlichen Erzeugung von Pharmawasser zukunftsweisende Sensor- und Automatisierungslösungen. Die Besucher erwartete im Vortragssaal ein Livestream mit Experten-Vorträgen zu zahlreichen Themen. Den Hauptvortrag hielt Ulrich Träger von der EnviroFalk PharmaWaterSystems GmbH.
Matthias Kremer, Leiter Globales Branchenmanagement und Branchenmanager Wasser/Abwasser führte durch die Veranstaltung aus dem Mecom-Filmstudio in Fulda. Nach einer kurzen Einleitung übergab er den Staffelstab direkt an Ulrich Träger. Der Experte zur Pharmawassererzeugung erläuterte detailreich, worauf es bei der Herstellung von WFI & Co ankommt. Er gab einen Überblick über die aktuellen Normen und Regeln. Er erklärte, was in der EU und den USA erlaubt ist und was nicht. Nach einem Ritt durch die Normenwelt erläuterte der Experte die verschiedenen Methoden und gab Hilfesellung bei der Auslegung. „Bei der Herstellung von WFI setzen die Unternehmen in Europa nach wie vor auf die Destillation. Thermokompressoren, die in den USA weit verbreitet sind, spielen nur eine untergeordnete Rolle. Ebenso wie die seit 2017 zugelassenen Membrananlagen. Wir haben in den letzten Jahren gerade einmal sieben Stück verkauft“, sagt Träger.
Aufgrund ihrer Beschaffenheit besitzen Pharmawasseranlagen im Inneren riesige Oberflächen. „Eine 1000-l-Anlage hat schnell 500 m2 Oberfläche allein in der Enthärtung“, so der Experte. „Deshalb müssen die Anlagen regelmäßig sanitisiert werden.“ Hierbei tendiert Träger klar zur thermischen Sanitisierung: „Das Verfahren ist einfach, die Betriebsunterbrechungen kurz und die Ergebnisse hervorragend.“
Anspruchsvoller Anlagenbau
Der Bau einer Pharmawasseranlage ist anspruchsvoll und es benötigt eine umfangreiche, hygienische Messtechnik, die die Anlage in vielerlei Hinsicht überwacht. Messgrößen wie Temperatur, Leitfähigkeit oder Druchfluss müssen erfasst werden. Jumo liefert dazu einige Produkte, die das Unternehmen im Rahmen des Branchentags Pharmawasser vorstellte. Natürlich stand dabei die Impfstoffproduktion immer wieder im Fokus.
Den Anfang machte Jonas Naumann, Produktmanager Druck, mit seinem Vortrag „Verlässliche und hochgenaue Druckmessung bei anspruchsvollen Anwendungen“. Nach seiner Einführung in die Druckmessung präsentierte er den nach hygienischen Anforderungen auf Präzisionsmessung und Langlebigkeit konstruierten Druckmessumformer Taros S46 H. Die hohe Schutzart und das voll verschweißte, kompakte Design ermöglichen rückstandslose Reinigungsvorgänge und eine hohe Temperaturverträglichkeit für SIP- und CIP-Prozesse. Seine aktive Temperaturkompensation sorgt für präzise Druckmessungen und dadurch für erhöhte Prozesssicherheit. Durch die Verwendung FDA-konformer Materialien und hygienischer Prozessanschlüsse (Clamp, Varivent, Jumo Peka) wird die Sicherheit und gute Reinigbarkeit garantiert.




