Im Kompetenzzentrum für Solidaprodukte in seiner Betriebsstätte in Oranienburg setzt Takeda derzeit zehn Tablettenpressen von Romaco Kilian ein. Die Tablettieranlagen nutzt der Pharmahersteller beispielsweise zur Verpressung von Zweischichttabletten, für Laboranwendungen oder auch für häufige Produktwechsel.
Die erste Tablettenpresse von Romaco Kilian hat Takeda in seiner Betriebsstätte in Oranienburg bereits 1986 in Betrieb genommen. Mittlerweile sind zehn Tablettenpressen des Kölner Anbieters bei dem Pharmahersteller in Betrieb, darunter mehrere Einfach- und Doppelrundläufer sowie eine Einzelstempelpresse für den Laborbetrieb.
Allein in den letzten drei Jahren hat Kilian sechs Tablettenpressen an Takeda geliefert. So zum Beispiel die Doppelrundläuferpresse Kilian KTP 720X. Sie wird in erster Linie zur Produktion von Zweischichttabletten eingesetzt. „Die Technologie von Kilian hat uns vor allem wegen der sauberen Schichttrennung der Tabletten und ihrer hohen Prozesssicherheit überzeugt“, unterstreicht Christian Kuhlmann, Projektingenieur bei Takeda in Oranienburg. „Bei der Produktion von Zweischichttabletten dürfen sich die beiden Pulversorten während der Zuführung auf keinen Fall vermischen.“ Dafür sorgt das Absaugsystem im Pressraum der KTP 720X, das speziell für den Zweischichtbetrieb konzipiert worden ist. Nach der Befüllung der Matrize mit dem ersten Produkt werden alle Pulverrückstände auf dem Rotor gezielt abgesaugt, bevor das zweite Produkt zugeführt wird. Mit dem höhenverstellbaren Füllschuh lässt sich zudem der Spalt zwischen Rotor und Matrize so gering einstellen, dass kaum Pulver entweichen kann. Zweischichttabletten eignen sich als Applikationsform vor allem für Rezepturen mit zwei Wirkstoffen, die vorab nicht vermischt werden dürfen. Zum Beispiel, weil sie chemisch miteinander reagieren würden oder unterschiedliche Freisetzungsraten aufweisen.
Für den Ein- und Zweischichtbetrieb
Neben dem Zweischichtbetrieb setzt Takeda die Doppelrundläuferpresse KTP 720X auch für den Einschichtbetrieb ein. Hier kommt die hohe Leistung der Presse zum Tragen. Ausgestattet mit Mehrfachwerkzeug erzielt sie eine maximale Ausbringung von bis zu 700 000 Tabletten pro Stunde und wird vorrangig zur Herstellung von großen bis sehr großen Chargen eingesetzt. Je länger die reine Produktionszeit, desto wichtiger ist auch ein robustes Anlagendesign. „Die Lebensdauer der Teile ist ein wichtiger Kostenfaktor“, betont Kuhlmann. „Mit den Formatteilen von Romaco Kilian haben wir über die Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht. Insbesondere die Kurvenbahnen und Druckrollen sind äußerst verschleißarm.“ Jährlich werden am Takeda-Standort Oranienburg über 6 Mrd. Tabletten und Kapseln produziert. Darunter sind Medikamente für den Massenmarkt, aber auch Nischenprodukte, die in kleinen Mengen produziert werden. Der Trend geht eindeutig hin zu kleinen Chargen. Entsprechend häufig müssen Produktwechsel durchgeführt und die Tablettenpressen gereinigt werden. Zwei Einfachrundläufer der Baureihe Kilian KTP 420X werden von Takeda speziell zu diesem Zweck eingesetzt.




