Das Pharmaunternehmen Krewel Meuselbach ist vor allem durch seine verschiedenen Präparate auf pflanzlicher Basis bekannt. Dazu gehören die Erkältungs- und Hustenmittel Aspecton und Hedelix. Neben Deutschland ist das Unternehmen mit seinen Produkten in über 20 Ländern vertreten.
Um eine möglichst effiziente und sichere Produktion gewährleisten und allen Dokumentationspflichten nachkommen zu können, entschied sich Krewel-Meuselbach für die Einführung eines Manufacturing Execution Systems in Verbindung mit Industrie-PCs. Bei diesem Projekt war der Pharmahersteller ganz auf die Kompetenz externer Unternehmen angewiesen. Schließlich ging es darum, sämtliche Prozessschritte bei der Herstellung seiner Medikamente zu steuern und lückenlos zu dokumentieren.
Das passende MES-System fand Krewel Meuselbach schließlich bei der Klar Partner AG mit dem validierten Cosrewis-System. Bei den PCs setze man auf Noax. Dr. Peter Stahn, Leiter des Bereichs Herstellung, betont ausdrücklich, wie schnell die Kombination aus Noax-IPCs und dem validierten MES Cosrewis von Klar Partner durch die Mitarbeiter akzeptiert wurde. „Einige Leute arbeiten hier seit 20 oder gar
30 Jahren. Und von einem Tag auf den anderen müssen sie die Daten, die sie vorher auf Laufzettel aufgeschrieben haben, mit Scanner und IPC erfassen. Aber es gab kaum Probleme.“ Das lag laut Stahn auch daran, dass die Mitarbeiter von Anfang an am Entscheidungsprozess beteiligt waren. Schon bei der Präsentation sollten sie die Geräte bedienen und dann selbst beurteilen, ob sie damit arbeiten wollten oder nicht. „Bei unseren Mitarbeitern fanden die Noax-PCs sofort positive Resonanz“, so Stahn. Krewel Meuselbach setzt Industrie-PCs vom Typ Steel S12 für die Verwiegung und bei der Konfektionierung von Tabletten ein. Für das Verwiegen der Inhaltsstoffe sind drei Waagen – eine Bodenwaage und zwei Tischwaagen – über eine RS232-Schnittstelle an einen Noax-IPC angeschlossen. Ein Scanner für das Lesen der Barcode-Etiketten auf den Gebinden ist ebenfalls an den Industriecomputer angebunden. Auf der Softwareseite setzt der Pharmahersteller das Wiegemodul von Cosrewis ein. Mithilfe dieses Moduls prüfen die Mitarbeiter, ob die verwendeten Stoffe den Vorgaben entsprechen. Außerdem kontrollieren sie den Zustand des Qualitätsstatus, das Verfallsdatum und weitere Parameter. Darüber hinaus informiert die Software die Anwender über Piktogramme auch über etwaige Gefahrstoffe und meldet die verwogenen Mengen an das ERP-System zurück.
Perfektes Zusammenspiel
Über den Datenaustausch zwischen dem ERP-System und Cosrewis zeigt sich der Herstellungsleiter sehr zufrieden: „Das lief immer vollkommen reibungslos.“ Neben dem Verwiegen der einzelnen Inhaltsstoffe und der Kommunikation mit dem ERP-System, hat Cosrewis in der Produktion von Krewel Meuselbach vor allem die Aufgabe, Prozessherstellvorschriften (abgekürzt: PHV) zu generieren und abzuarbeiten. Dieser Prozess beginnt bereits beim Einlesen des Auftrags aus dem ERP-System. Zu diesem Zeitpunkt generiert die MES-Software eine auftragsspezifische Herstellvorschrift. Das Cosrewis-PHV steuert, überwacht und dokumentiert, wie die Anlagen die einzelnen Prozessschritte abarbeiten. Darunter fällt beispielsweise das Rühren, Heizen, Mischen, Umfüllen oder Einziehen der einzelnen Inhaltsstoffe. Mittels einer bidirektionalen Kopplung zur SPS regelt das PHV-Modul die Fertigungsprozesse in den Maschinen. Der Bediener kann den Ablauf auf dem Bildschirm der IPCs verfolgen und außerdem weitere prozessrelevante Werte manuell erfassen oder abrufen. Die Bedienung erfolgt einfach und anwenderfreundlich über den Touchscreen der IPCs.



