Der Autor: Thomas Maier Kaufmännischer Geschäftsführer, Eisele Pneumatics
Eisele Pneumatics aus Waiblingen beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung und Fertigung hochwertiger Anschlusskomponenten und steht mit einem breiten Produktprogramm aus über 5000 Katalogartikeln und rund 2000 kundenspezifischen Sonderlösungen für Zuverlässigkeit und Qualität, die sich in zahlreichen technischen Details in allen Produktbereichen zeigt. Das Spektrum reicht dabei von einfachen Steckverbindungen bis zu ganzen Programmen.
Die Bauteile haben sich schon in zahllosen Industrieprozessen unter widrigen Umgebungsbedingungen und bei korrosiven Prozessmedien bewährt. Verschiedene Gründe sprechen für totraumfreie Anschlusslösungen aus Edelstahl. Zunächst fällt natürlich die Langlebigkeit, Beständigkeit und Robustheit des Materials ins Auge, die zum Beispiel in der chemischen Prozesstechnik, wo oft mit aggressiven Substanzen umgegangen wird, eine Grundvoraussetzung für zuverlässig arbeitende Maschinen und Anlagen ist. In hygienesensiblen Anwendungen, wie sie in der Lebensmittel-, Kosmetik- oder Pharmaindustrie auftreten, steht vor allem die leichte und vollständige Reinigbarkeit aller Anlagenteile im Mittelpunkt. Wo aufgrund einer hochwertigen und durchdachten Konstruktion keine Produktrückstände zurückbleiben können, kommt es erst gar nicht zu hartnäckigen Verunreinigungen. Auch die Gefahr der Bildung von Biofilmen, des Wachstums von Verderbniskeimen oder von Kreuzkontaminationen mit nachfolgenden Medienströmen sinkt rapide.
Auch unter Kosten- und Umweltgesichtspunkten rechnen sich gut konstruierte Qualitätsverbindungen aus Edelstahl in Schlauch- und Rohrleitungen: Produktverluste werden minimiert – und die können schnell sehr teuer werden. Die erforderliche Reinigung vor Produktumstellungen oder Betriebspausen geht schneller und mit weniger Reinigungsmitteln vonstatten und es entstehen auch geringere Mengen an Mischphasen, die nur geringwertiger weiterverwendet werden können oder ganz verworfen werden müssen.
Anschlüsse ohne Toträume, in denen sich Rückstände ablagern können, sind hervorragend für Kreisläufe mit empfindlichen Stoffen geeignet und bewähren sich, wenn aufgrund häufiger Medienwechsel hohe Flexibilität gefordert ist. In seiner umfangreichen InoxLine bietet Eisele für diese Einsätze das Programm FreeLine mit totraum- und spaltfreien Anschlüssen, die besonders schnell und sicher von innen zu reinigen sind. Diese Konstruktion erlaubt die zuverlässige Spülung der Leitungen vor einem Medienwechsel. Es ist nicht erforderlich, die Anlagen für die Reinigung zu demontieren, da es keine Fugen gibt, in denen sich Rückstände ablagern können. Selbst sterile Umgebungen können so geschaffen werden. Besonders für Kreisläufe mit vielen beweglichen Teilen hat die Verbindung mit Schläuchen große Vorteile, da diese deutlich flexibler sind als Rohre. Damit der Schlauch sicher hält, wird er vor dem Verbinden bearbeitet. Eine Dichtung ist bei diesem Programm nicht nötig. Ein Angriffspunkt für aggressive Stoffe entfällt damit. Darüber hinaus sind Dichtungen in der benötigten Qualität für die Anwendungen, in denen die FreeLine-Anschlüsse zum Einsatz kommen, ein erheblicher Kostenfaktor. Die totraumfreie Abdichtung beim Programm 3600 der FreeLine ist patentiert.




