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    Branche & Markt

    Mit Liebe zum Detail

    Auf den ersten Blick sind sie unscheinbar, die Bauteile aus Edelstahl aus dem Hause Eisele. Sie sorgen jedoch auch unter widrigen Umgebungsbedingungen und
    Veröffentlicht
    17. September 2012
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Branche & Markt

    Der Autor: Thomas Maier Kaufmännischer Geschäftsführer, Eisele Pneumatics

    Eisele Pneumatics aus Waiblingen beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung und Fertigung hochwertiger Anschlusskomponenten und steht mit einem breiten Produktprogramm aus über 5000 Katalogartikeln und rund 2000 kundenspezifischen Sonderlösungen für Zuverlässigkeit und Qualität, die sich in zahlreichen technischen Details in allen Produktbereichen zeigt. Das Spektrum reicht dabei von einfachen Steckverbindungen bis zu ganzen Programmen.

    Die Bauteile haben sich schon in zahllosen Industrieprozessen unter widrigen Umgebungsbedingungen und bei korrosiven Prozessmedien bewährt. Verschiedene Gründe sprechen für totraumfreie Anschlusslösungen aus Edelstahl. Zunächst fällt natürlich die Langlebigkeit, Beständigkeit und Robustheit des Materials ins Auge, die zum Beispiel in der chemischen Prozesstechnik, wo oft mit aggressiven Substanzen umgegangen wird, eine Grundvoraussetzung für zuverlässig arbeitende Maschinen und Anlagen ist. In hygienesensiblen Anwendungen, wie sie in der Lebensmittel-, Kosmetik- oder Pharmaindustrie auftreten, steht vor allem die leichte und vollständige Reinigbarkeit aller Anlagenteile im Mittelpunkt. Wo aufgrund einer hochwertigen und durchdachten Konstruktion keine Produktrückstände zurückbleiben können, kommt es erst gar nicht zu hartnäckigen Verunreinigungen. Auch die Gefahr der Bildung von Biofilmen, des Wachstums von Verderbniskeimen oder von Kreuzkontaminationen mit nachfolgenden Medienströmen sinkt rapide.

    Auch unter Kosten- und Umweltgesichtspunkten rechnen sich gut konstruierte Qualitätsverbindungen aus Edelstahl in Schlauch- und Rohrleitungen: Produktverluste werden minimiert – und die können schnell sehr teuer werden. Die erforderliche Reinigung vor Produktumstellungen oder Betriebspausen geht schneller und mit weniger Reinigungsmitteln vonstatten und es entstehen auch geringere Mengen an Mischphasen, die nur geringwertiger weiterverwendet werden können oder ganz verworfen werden müssen.

    Anschlüsse ohne Toträume, in denen sich Rückstände ablagern können, sind hervorragend für Kreisläufe mit empfindlichen Stoffen geeignet und bewähren sich, wenn aufgrund häufiger Medienwechsel hohe Flexibilität gefordert ist. In seiner umfangreichen InoxLine bietet Eisele für diese Einsätze das Programm FreeLine mit totraum- und spaltfreien Anschlüssen, die besonders schnell und sicher von innen zu reinigen sind. Diese Konstruktion erlaubt die zuverlässige Spülung der Leitungen vor einem Medienwechsel. Es ist nicht erforderlich, die Anlagen für die Reinigung zu demontieren, da es keine Fugen gibt, in denen sich Rückstände ablagern können. Selbst sterile Umgebungen können so geschaffen werden. Besonders für Kreisläufe mit vielen beweglichen Teilen hat die Verbindung mit Schläuchen große Vorteile, da diese deutlich flexibler sind als Rohre. Damit der Schlauch sicher hält, wird er vor dem Verbinden bearbeitet. Eine Dichtung ist bei diesem Programm nicht nötig. Ein Angriffspunkt für aggressive Stoffe entfällt damit. Darüber hinaus sind Dichtungen in der benötigten Qualität für die Anwendungen, in denen die FreeLine-Anschlüsse zum Einsatz kommen, ein erheblicher Kostenfaktor. Die totraumfreie Abdichtung beim Programm 3600 der FreeLine ist patentiert.

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    Noch schneller sind die totraumarmen Anschlüsse aus dem Programm 3800 zu montieren. Hier ist keine Schlauchbearbeitung nötig. Die Anschlüsse sind spaltarm und bieten eine hochwertige Anschlusslösung für Anwendungen, die nicht die allerhöchsten Auflagen erfüllen müssen.

    Beide Produktreihen, die totraumfreie 3600 und die totraumarme 3800, sind auf die Nutzung mit Medien ausgelegt. Anders als Pneumatikanschlüsse sind sie für unterschiedliche Stoffe wie chemische Grundstoffe aber auch Nahrungsmittel, Medikamente oder Farben und Lacke konzipiert. Als Material wird für diese Anschlüsse der chlorbeständige Edelstahl 1.4404 verwendet. Als Steckverschraubung mit Schlauch bieten die FreeLine-Produkte eine wartungsfreundliche und flexible Alternative zur klassischen Verrohrung und sind dabei ebenso leicht zu reinigen wie diese. Durch die totraumfreie Bauweise bleiben keinerlei Rückstände in den Anschlüssen. Außendurchmesser bis 22 mm ermöglichen, dass auch flüssige Lebensmittel mit entsprechendem Druck durch die Leitungen fließen. FreeLine-Anschlüsse sind für einen Arbeitsdruckbereich von 0 bis 25 bar und Temperaturen zwischen 0 und 100 °C geeignet. Sie werden mit Schläuchen aus PA, PTFE oder FEP verwendet. Bei der Montage reicht eine Drehbewegung, um die Verbindung zu verriegeln. Die schnelle Montage und Demontage ist ein großer Vorteil gegenüber einer Rohrverbindung und erlaubt mehr Flexibilität in der Anlage. Auch gegenüber Vibrationen ist die Verbindung unempfindlich, da sie im geschlossenen Zustand keine beweglichen Teile enthält.

    Die Komponenten der FreeLine-Baureihe 3800 eignen sich ideal für den Einsatz in Abfüll- und Verschließmaschinen für Kosmetika. Jeder kennt die Portionspackungen mit Shampoo, Creme oder Duschgel, die in Hotelzimmern für den Gast bereitstehen. Bei solchen individualisierten Abfüllungen ist nicht nur die Portionsmenge gering, auch die Gesamtmenge einer Abfüllcharge fällt vergleichsweise klein aus, so dass häufige Produktumstellungen und Reinigungen für Kosmetikfirmen die Regel sind. Um die Umrüstzeiten und -kosten gering zu halten, sollte die Anlage ohne Demontage sterilisiert werden können. Die geringen Rüstzeiten und die Flexibilität einer mit der pharmagerechten Baureihe 3800 bestückten Anlage ermöglichen schnelle Reaktionszeiten auf individualisierte Kundenbedarfe bei Private Labels oder Promotion-Verpackungen. Da die FreeLine ohne Dichtung arbeitet und spaltfrei ist, ermöglicht sie die ZIP- und SIP-Reinigung der Anlage. Die Leitungen können ohne Demontage bequem mit Heißdampf und Chemikalien sterilisiert werden. Da die Verbindungen mit Schläuchen hergestellt werden, ist diese Lösung im Gegensatz zu einer Verrohrung sehr flexibel und sogar für Bewegungen geeignet.

    Bei Pneumatikkomponenten in hygienesensiblen Bereichen oder Anlagenumfeldern mit erhöhtem Schmutzaufkommen ist die regelmäßige und gründliche Außenreinigung wichtig. Die Programme 17 und 17a von Eisele bieten hier eine große Auswahl verschiedener Anschlussformen aus hochwertigen Edelstählen. Die Komponenten für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie sind mit FDA-zugelassenen Dichtungen ausgestattet. Programm 17 enthält die Anschlüsse mit Lösehülse. Glatte Oberflächen und ein spezielles Design verhindern, dass sich Schmutz und andere Rückstände ablagern können. Das Programm 17a ist mit einer zweiten Dichtung ausgestattet und besonders für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Dichtheit geeignet. Beide Programme sind für die Hochdruckreinigung ausgelegt.

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