Auch in bewährten Prozessen der Tablettenproduktion versteckt sich noch viel ungenutztes Potenzial. Mit Lifetime Efficiency hat Fette Compacting einen Ansatz entwickelt, der es Pharmaproduzenten ermöglichen soll, verborgene Effizienzreserven freizusetzen. Die Methode basiert auf einer Analyse des gesamten Maschinenparks. Dass dieser Ansatz in der Praxis funktioniert, zeigt der Fall eines internationalen Pharmaunternehmens.
Mit Lifetime Efficiency strebt der Spezialmaschinenhersteller Fette Compacting eine doppelte Weitsicht an: Erstens erweitert sich der Blick auf den gesamten Lebenszyklus
einer Anlage. Von der Entwicklung über die Produktion bis zur Modernisierung sind einzelne Lösungen genau auf die Anforderungen in den Lebensphasen zugeschnitten. Zweitens vergrößert sich der Fokus auf das komplette Produktionsnetzwerk, auch standortübergreifend. Dieser Ansatz entspricht dem Flottenmanagement, das aus anderen Branchen bekannt ist. Die ganzheitliche Analyse und eine datengestützte Optimierung von Anlagen und Prozessen machen es möglich, bisher verborgene Qualitäts- und Effizienzpotenziale zu erschließen. Damit können Arzneimittelhersteller die
Gesamtkosten mitunter erheblich senken.
Bei einem weltweit aktiven Pharmahersteller hat Fette Compacting das Potenzial dieses Ansatzes unter Beweis gestellt. Um am Anfang des Lebenszyklus anzusetzen, hat der Kunde zusammen mit Verantwortlichen von Fette Compacting Lastenhefte erarbeitet. Auf Basis der gebündelten Anforderungen kann das Unternehmen neue Investitionen zentral steuern und beschleunigt umsetzen.
Gesamtbild der Tablettierperformance
Der Hersteller öffnete sich für eine umfangreiche Analyse an Schlüsselstandorten, um ein Gesamtbild von seiner Tablettierperformance zu erhalten. Dabei untersuchte Fette Compacting verschiedene Szenarien, basierend auf realen Produktionsvolumina und Performanceparametern. Hierbei gab es drei Zielszenarien. Zunächst wurde die mögliche Change-over-Reduktion mit bestehendem Equipment kalkuliert. Anschließend wurden die Maschinen eins zu eins durch vergleichbare neue Modelle ausgetauscht und Prozessoptimierungs- und Trainingsprogramme für die Bediener eingeplant. An dritter
Stelle stand die komplette Neugestaltung der Flotte.
Die Szenarien führten zu teils überraschenden Ergebnissen: Beispielsweise wäre es an einem Standort möglich, die Anzahl der Tablettenpressen annähernd zu halbieren, wenn der Kunde von einer älteren Serie auf kleinere Modelle der FE-Serie umstiege. Durch die Hochleistungsrundläufer, die sich zudem leichter reinigen und umrüsten lassen, würde die Gesamtstillstandszeit in der
Fabrik auf nahezu ein Zehntel sinken. Eine interne Studie des Kunden bestätigte diese Berechnung.




