Staublasten in pharmazeutischen Produktionsanlagen können zu Verunreinigungen, Gesundheitsschäden oder erhöhter Explosionsgefahr führen. Leistungsfähige Filter sind deshalb unerlässlich. Ein durchdachtes Containment erfordert auch besonders hohe Sorgfalt hinsichtlich der Reinigung und des Austauschs von Filterelementen. TRM hat langlebige Filtersysteme entwickelt, die die Effizienz von Entstaubungsanlagen steigern.
Hohe Staublasten wie sie bei der Herstellung fester Arzneimittel oder bei der Veredelung aktiver pharmazeutischer Wirkstoffe (API) anfallen, können die Arbeitshygiene beeinträchtigen oder zu Explosionen führen. Langlebige Filterelemente erschließen hier nicht nur Einsparpotenziale, sondern bieten auch eine Lösung für einen sich gerade vollziehenden Paradigmenwechsel im Bereich der Arbeitshygiene. Während man früher annahm, Pulver in offenen Systemen gefahrlos handhaben zu können, weiß man heute, dass immer mehr aktive pharmazeutische Wirkstoffe ein umfassendes Containment erfordern, um die Mitarbeiter und die Produktionsanlagen zu schützen. Filterelemente können deshalb nicht mehr so einfach gewechselt werden. Das gilt nicht nur für den Pharmabereich, sondern auch für die anderen Prozessindustrien, zumal die Maßgaben der Reach-Verordnung bis Mitte 2018 umzusetzen sind. TRM Filter hat die Produktlinie der aktiven Filter hinsichtlich Konstruktion, Filterreinigung und funktionaler Reinigungsgestaltung bzw. -steuerung optimiert. Die Filterlebensdauer konnte auf diese Weise auf bis zu drei Jahre verlängert werden.
Der Wechsel von Filterelementen unter den erschwerten Containment-Bedingungen erfolgt im Kern unter Verwendung der Bag-in-/Bag-out-Schutzbeuteltechnologie. Der Austausch kann in der Regel von zwei Mitarbeitern innerhalb einer Stunde vorgenommen werden. Die Langlebigkeit der optimiert aktiven TRM-Filter minimiert dabei das Risiko fehlerhafter Handhabung. Denn: Je seltener ein Filter gewechselt werden muss, umso weniger Probleme können beim Austausch auftreten.
Intelligenter Explosionsschutz
Die langlebigen Filterelemente erfüllen die technischen Schlüsselanforderungen sowohl im Filtrationsgrad (der Anspruch war: Nullemission aus geschlossenen Systemen) als auch im konstruktiven Explosionsschutz. Generell können in Entstaubungsfiltern je nach Staub und Lösebegleitern vor einer ersten Filterstufe Explosionen im Rohgasraum entstehen. In gängigen explosionsdruckfesten Entstaubungsfiltersystemen wird der Explosionsdruck im Durchgang durch diese Filterstufe in den folgenden Reingasraum sicher entspannt. In TRM-Filtern wird darüber hinaus die Flamme als Zündquelle für hybride Gemische aus Pulvern und Lösemitteln am ersten Filter zurückgehalten. So kann eine Zündung hybrider Gemische nach der Primärfilterstufe ausgeschlossen werden. Des Weiteren ist der Filter dissipativ ableitend gestaltet, um eine elektrostatische Aufladung zu unterbinden. Selbst der geringfügigste bleibende Filterbelag der meisten organischen Stäube ist ausreichend leitfähig, um die elektrostatische Zündenergie der Filterelemente für Stäube wirksam zu begrenzen. Hybride Gemische zünden bereits mit niedrigen Zündenergien (MZE), teilweise mit MZE 1 mJ. Eine Zündgefahr wird aber durch den dissipativ ableitenden Filteraufbau ausgeschlossen.




