Autor Oliver Naucke, Head of Marketing, Uhlmann Pac-Systeme
Der Platz in Produktion und Lager ist oft begrenzt, die Kunden rufen die Produkte in kürzeren Zeiträumen ab, die Personalstärke ist genau kalkuliert – so sieht es in immer mehr Pharma-Verpackungswerken aus. Dabei sehen sich Mittelständler und Konzerne mit der Herausforderung konfrontiert, dass sie kleine und mittelgroße Chargen im schnellen Wechsel verpacken müssen. Was hier gebraucht wird, sind flexible, kompakte Anlagen, die sich in kurzer Zeit auf verschiedene Formate umrüsten lassen. Aus diesen Gründen hat sich beispielsweise die Gebro Pharma GmbH in Österreich für das Blister Express Center 300 von Uhlmann entschieden.
Die Gebro-Gruppe ist das beste Beispiel für ein gewachsenes, mittelständisches Pharma-Unternehmen. Gegründet 1947 von der Familie Broschek ist sie auch heute noch in Familienbesitz. Gebro entwickelt, produziert und vertreibt Arzneimittel und medizinische Kosmetika – unter anderem auch in einem Joint Venture mit Novartis. Bekannte Produkte wie Fenistil, Meridol, Otrivin, Seractil und weitere rezept- und apothekenpflichtige Medikamente werden am Stammsitz Fieberbrunn in den Kitzbühler Alpen sowie in Romanshorn und Freidorf/Schweiz hergestellt und konfektioniert. Zahlreiche verschiedene Präparate für 25 Länder – dies stellt besondere Herausforderungen an die Verpackungstechnologie. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Solida, deren Anteil derzeit rund ein Drittel beträgt und zukünftig weiter steigen wird.
„Für die Verpackung von Tabletten und Kapseln brauchen wir flexible Maschinen, die wir für mehrere Produkte nutzen können. Wir verpacken oft mittelgroße Chargen und müssen die Anlagen häufig auf andere Formate umstellen können. Deshalb war uns bei der neuen Solida-Anlage ein schneller und leichter Formatwechsel wichtig“, erklärt Dr. Markus Klingler, Betriebs- und Herstellungsleiter bei Gebro. Überzeugt hat die österreichischen Entscheider schließlich das Blister Express Center 300 von Uhlmann Pac-Systeme. Mit der integrierten Anlage, bestehend aus einem Blister- und einem Kartoniermodul, lassen sich Blister bis zu einer Größe von 95 x 145 mm und Faltschachteln mit maximal 115 x 90 x 150 mm verarbeiten.
Zudem ist das Blister Express Center 300 auf schnelle Formatwechsel ausgelegt. Während bei herkömmlichen Maschinen Umbauzeiten von mehreren Stunden die Regel sind, kann ein Mitarbeiter die Anlage innerhalb von 20 Minuten auf ein anderes Verpackungsformat umstellen. Um dies zu erreichen, haben die Uhlmann-Konstrukteure ein systematisches Konzept umgesetzt. Zunächst reduzierten sie die Zahl der Formatteile und setzten möglichst viele Funktionen formatteilfrei um. So werden beispielsweise Blister jeder Größe mit einem Saugarm behutsam aus der Stanze gehoben und an das Übertrageband des Kartoniermoduls übergeben. Übrig blieben maximal zwölf Formatteile, die sich ohne Werkzeug austauschen lassen. Auch die Einstellung nach dem Formatwechsel ist einfach und reproduzierbar: Alle Parameter für die Positionierung sind in der Software hinterlegt und über das Touch-screen-Menü abrufbar. „Seit Juli 2010 packen wir vier verschiedene Produkte auf dem Blister Express Center 300 ab. Zukünftig sollen es sechs werden. Aufgrund der kurzen Umbauzeiten wird das problemlos möglich sein und wir können die Anlage voll auslasten“, so Klingler.




