Künstliche Intelligenz ist eine wertvolle Unterstützung, kann aber keine Therapie übernehmen. Damit ist Angst und Sorge unbegründet. In der Pharmaindustrie helfen Deep-Learning-Systeme, neue Wirkstoffe zu entwickeln und die Time-to-Market für neue Medikamente und Wirkstoffe zu verkürzen. Viele der großen Pharmaunternehmen bauen bereits mit verschiedenen Kooperationen und eigenen Entwicklungen KI-Kompetenz auf. Potenzielle Wirkstoffe sind so laut Branchenexpertise um knapp ein Viertel schneller und günstiger zu identifizieren.
Neben neuen Wirkstoffen können jedoch auch bereits entwickelte Substanzen zu neuen Wirkstoffkombinationen zusammengefügt werden. Dazu lassen sich medizinische Studien und Millionen Artikel aus medizinischen Publikationen automatisiert analysieren, um bisher versteckte Zusammenhänge zu entdecken. Selbst Medikamente, die aufgrund mangelnder Wirksamkeit für einen primären Einsatzzweck nicht genutzt werden, können dank KI ein zweites Leben erhalten. Die Verluste lassen sich so immens minimieren.
Algorithmen erkennen Muster schneller, als je ein Forscher sie analysieren könnte – eine Chance, die dringend genutzt werden muss. Angst ist unbegründet, denn KI wird weder den Menschen noch die Arbeit des Menschen ersetzen können. Aber künstliche Intelligenz kann die Arbeit der Forscher und Entwickler vereinfachen, Fehler reduzieren und noch weiteren Raum für wesentliche Grundlagenforschung geben, während Algorithmen eine Arbeitslast tragen können, die sonst kaum zu bewältigen wäre. Damit ist nicht nur der Forschung und Entwicklung geholfen, sondern vor allem den Patienten – auch denen, die unter seltenen Krankheiten leiden, deren Therapie sonst kaum wirtschaftlich wäre. KI wird ein wesentlicher Bestandteil von Wettbewerbsfähigkeit sein, und das nicht nur im Healthcare-Sektor.
„Künstliche Intelligenz kann
die Arbeit der Forscher und Entwickler vereinfachen, Fehler reduzieren und noch weiteren Raum für wesentliche Grundlagenforschung geben.“




