Besonders herausfordernd ist die Lage für die industrielle Basis des Landes. Während Investoren sich zunehmend anderen Märkten zuwenden, werden größere direkte Unternehmensbeteiligungen in die deutsche Industrie zur Ausnahme. Zukunft sehen internationale Investoren dennoch am Standort: Die höchste FDI-Intensität weist die Pharmaindustrie auf, die wegen ihrer starken Forschung weiterhin international gefragt ist. Michelsen: „Die Pharmaindustrie zeigt, wie attraktiv Deutschland sein kann – für ein Wachstum in diesem und in weiteren Zukunftsfeldern müssen jetzt Rahmenbedingungen verbessert werden. Das ist eine wichtige Hausaufgabe für die neue Bundesregierung.“
Pharmastrategie auf andere Industrien übertragen
Hierzu braucht es entschlossene Schritte: Wachstumsorientierte Reformen, Sonderabschreibungen für Investitionen sowie eine verbesserte Forschungsförderung stehen ganz oben auf der Agenda. Auch die Stärkung internationaler Fachkräftegewinnung und der zügige Ausbau öffentlicher Infrastruktur sind entscheidend für ein zukunftsfähiges Standortprofil. Spätestens die handelspolitischen Herausforderungen mit den USA sollten hier ein Weckruf sein, die eigenen Stärken zu stärken.
Die Pharmastrategie der Vorgängerregierung habe gezeigt, dass Investitionsanreize, Planungssicherheit und Vertrauen Hand in Hand gehen können. Diese Erfolge gilt es jetzt zu verstetigen und auch auf andere Schlüsselindustrien zu übertragen. Nur mit klarem Fokus auf Modernisierung und Innovation kann Deutschland seine Rolle als führender Industriestandort in Europa behaupten.
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