Pharma- und Nutrazeutikahersteller stehen unter dem Druck, neue Produkte schneller zu entwickeln. Dabei erleichtern Laboranalysen, Emulatoren und die digitale Integration aller Prozessdaten den nahtlosen Technologietransfer vom Labor bis zur Produktion.
Die Herausforderungen in der Pharma- und Nutrazeutikaindustrie nehmen stetig zu: Komplexere Formulierungen, verkürzte Entwicklungszyklen und strengere regulatorische Anforderungen erfordern neue Ansätze in der Entwicklung. Besonders kritisch ist der Technologietransfer: Für den schrittweisen Übergang vom Labor in die kommerzielle Produktion werden noch immer viel Zeit, Material und Ressourcen investiert.
Fette Compacting begegnet diesen Herausforderungen mit einer strategischen Neuausrichtung unter dem Leitgedanken „Together – from lab to production“. Dieser ganzheitliche Ansatz begleitet Kunden entlang des gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozesses. Von Anfang an spielen dabei die Formulierungsentwicklung im Labor und die Prozessentwicklung mit Emulatoren eine tragende Rolle.
Diese frühen Phasen im OSD-Lebenszyklus verdienen eine nähere Betrachtung, da sie maßgeblich zum Erfolg der späteren Produktion beitragen. Ihre zentrale Schnittstelle ist die Wissensdatenbank QED (Qualified Expert Database), die als digitales Rückgrat Entwicklungsdaten, Prozessparameter und Produktionserfahrung integriert – stetig angereichert durch neue Erkenntnisse.
Für Hersteller ergeben sich daraus klare Vorteile: verkürzte Entwicklungszeiten, reduzierte Materialkosten, robustere Prozesse und eine beschleunigte Markteinführung bei voller regulatorischer Compliance.
Umfassende Laborservices
Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Tablettierprozess liegt im tiefgreifenden Verständnis der Pulvereigenschaften. Lab Solutions von Fette Compacting folgt konsequent dem Quality-by-Design-Ansatz (QbD), bei dem kritische Materialeigenschaften (CMAs) systematisch mit kritischen Prozessparametern (CPPs) verknüpft werden, um robuste Prozesse zu entwickeln. Die umfassenden Laborservices reichen von der Beratung bei neuen Formulierungen und Machbarkeitsstudien über die systematische Charakterisierung von Wirk- und Hilfsstoffen bis hin zu Vergleichsstudien verschiedener Formulierungsansätze. Interdisziplinäre Expertenteams aus Pharmazeuten und Verfahrenstechnikern unterstützen bei der Methodenentwicklung, bieten Trainings vor Ort und begleiten den Transfer von Labor- zu Produktionsprozessen.
Im Zentrum der physikalischen Materialcharakterisierung steht die modulare F Lab Serie zur Pulververdichtungsanalyse. Sie lässt sich flexibel mit ergänzenden Instrumenten kombinieren, etwa Waage, Mikrometer und Bruchfestigkeitstester. Eine intuitive Software erfasst sämtliche Messdaten automatisch und bereitet sie grafisch auf. Darüber hinaus analysieren die Experten weitere Parameter wie Schütt- und Stampfdichte, Partikelgrößenverteilung mittels Laserdiffraktometrie, Fließfähigkeit und Restfeuchte. Für hygroskopische oder besonders sensible Stoffe kommt die Messung der Wasseraktivität zum Einsatz. So entsteht schließlich für jede Formulierung ein charakteristischer „Fingerabdruck“, der frühzeitig Aufschluss über die Prozessierbarkeit gibt und die Grundlage für die weitere Entwicklung bildet.




