Pulver und Stäube direkt an der Entstehungsquelle, im Prozess, aufnehmen: Das ist, auf einen kurzen Nenner gebracht, die Aufgabe von Absauganlagen. Mit ihnen lässt sich die geforderte oder erwünschte Sauberkeit in der Produktion oder beim Lagern und Abfüllen effizienter erzeugen als mit mobilen Saugern. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Anwender kein Personal fürs Saugen benötigt. Durch den Skaleneffekt und die bedarfsgerechte Leistungsanpassung lässt sich die Anlage energieeffizient betreiben. Und wenn man entsprechend plant, wird sie nicht nur für das Absaugen direkt an den Maschinen eingesetzt, sondern – über Anschlüsse im Leitungssystem – auch, mit konventionellem Sauggeschirr, für die allgemeine Betriebsreinigung. Dann kann man auf zusätzliche mobile Sauger verzichten und bequem ohne Stromkabel saugen.
Einstieg in die Kreislaufwirtschaft
Ein weiterer Aspekt: Direkt an der Entstehungsquelle kann man wertvolle pulverförmige Rohstoffe oder Endprodukte sortenrein zurückgewinnen. Dieser Aspekt – die Integration in die Kreislaufwirtschaft – wird die gesamte Prozesstechnik künftig noch intensiv beschäftigen. Ruwac wird hierfür modulare Absauganlagen und Industriesauger vorstellen, die sich in der Projektierungsphase sehr weit an die individuellen Anforderungen und Gegebenheiten anpassen lassen. Diese Anlagen sorgen in ganz unterschiedlichen Einsatzbereichen für Sauberkeit.
Für sensible Anwendungsbereiche
Mit einer Premiere auf der Achema schließt Ruwac jetzt eine Lücke im Portfolio. Der Ruwac-typische Gehäusewerkstoff GFK setzte dort Grenzen, wo das Sauggut in Kreislaufprozesse der Lebensmittel- und Pharmaproduktion zurückgeführt werden soll. Denn GFK gehört nicht zu den Werkstoffen, mit denen Lebensmittel laut EU-Verordnung 1935/2004 in Berührung kommen dürfen.
Bei der neuen Baureihe R40, die für diesen Zweck entwickelt wurde, besteht deshalb das Gehäuse – je nach Wunsch des Anwenders – aus Edelstahl oder beschichtetem Stahlblech. Hier sind verschiedene Konfigurationen möglich. Für Anwendungen in der Pharmaindustrie kann das Gehäuse auch in Edelstahl mit Pharma-Finish gefertigt werden. Abgerundete Ecken und Kanten sowie das Vermeiden von Totzonen, in denen sich Schmutzreste ablagern könnten, sind ein weiteres Merkmal für das hygienische Design der neuen Baureihe. Die modulare Bauweise erlaubt auch das Sterilisieren bzw. Autoklavieren einzelner Baugruppen.
Hohe Leistung bei kleinen Maßen
Die Industriesauger beanspruchen nur eine minimale Aufstellfläche. Im unteren Bereich des Gehäuses ist die leistungsstarke Antriebseinheit des Saugers untergebracht. Darauf befindet sich die Filtereinheit. Hier hat der Anwender die Wahl zwischen Sternfiltern mit großer Filteroberfläche (Staubklasse M) und den Omikron-Filtern. Das sind langlebige Festkörperfilter aus Monomaterial, die so temperaturstabil sind, dass sie durch Autoklavieren gereinigt werden können.




