Die GMP-Richtlinien stellen viele Biopharma-Lieferanten und -Hersteller vor große Herausforderungen. Alle Gaslieferungen vom jeweiligen Hersteller müssen auf Echtheit überprüft werden. Um dies sicherzustellen, bedarf es eines angemessenen Verfahrens, das die Identität der Lieferung zweifelsfrei bestimmen kann. Air Liquide hat hierfür eine spezielle Lösung entwickelt: die Gas Identification Unit (GIU).
Die Gas Identification Unit ermöglicht eine schnelle, sichere und effiziente Identifikation von Gasen direkt bei der Warenannahme. Mit dieser Lösung lassen sich nicht nur Investitionen in separate Messgeräte, zeitintensive Probenentnahmen und lange Wartezeiten auf Analyseergebnisse vermeiden, sondern auch das Risiko von Manipulationen an Fahrzeugen erheblich reduzieren. Die Gas Identification Unit macht diese Herausforderungen zu einem Problem der Vergangenheit. „Früher mussten Gasproben von hochqualifiziertem Fachpersonal entnommen und im Labor analysiert werden“, erklärt Dr.-Ing. Amine Ben Souissi von Air Liquide. „Jetzt kann die Kontrolle direkt an der Abladestelle erfolgen, was für unsere Kunden sowohl Kosten als auch Zeit spart.“ Tatsächlich können Gase mit der neuen Einheit innerhalb von fünf Minuten identifiziert werden, was nicht nur den Arbeitsablauf beschleunigt, sondern auch die Standgebühren für Lkws minimiert.
Gasprüfung neu gedacht
Die Funktionsweise der Gas Identification Unit ist ebenso effektiv wie einfach. Jedes Gasmolekül hat bei einer bestimmten Temperatur eine einzigartige Wärmeleitfähigkeit. Mithilfe eines Detektors (TCD) identifiziert das Gerät die angelieferten Gase und qualifiziert sie. Die Messergebnisse werden in Textform gespeichert und können entweder auf einem USB-Stick, einem Drucker oder einem File-Server ausgegeben werden. Auf dieser Grundlage kann der Anwender die Freigabe der Ware erteilen. Die Installation und Nutzung sind kundenfreundlich gestaltet: „Wir verstehen uns nicht nur als Gaseproduzent, sondern auch als Beratungsinstanz und Möglichmacher“, so Amine Ben Souissi. „Unternehmen können sich direkt an uns wenden, um ein individuelles Angebot zu erhalten. Die Installation der Unit sowie die notwendigen Anschlüsse übernehmen wir. Der Kunde muss lediglich auf Basis des positiven Messergebnisses die Freigabe für die Entladung erteilen.“ Auch in puncto Sicherheit punktet die Gas Identification Unit. Da Manipulationen am Fahrzeug nahezu ausgeschlossen sind, wird ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleistet.
Flexible Konfiguration
Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität der Gas Identification Unit. Standardmäßig ist das Gerät auf Stickstoff (N2), Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) voreingestellt. Andere Gase, wie Argon oder spezielle Gasgemische, können auf Anfrage ebenfalls berücksichtigt werden. „Wir passen die Konfiguration der Unit individuell an die Anforderungen der Anwender an“, betont Amine Ben Souissi. Auch die Kostenstruktur ist attraktiv gestaltet: Die Unit wird nicht verkauft, sondern vermietet, wodurch hohe Investitionskosten entfallen. „Es entstehen lediglich monatliche Mietgebühren, die sich problemlos in die betrieblichen Fixkosten einfügen lassen“, erklärt der Market Manager Pharma Central Europe weiter.
Mit der Gas Identification Unit bietet Air Liquide eine umfassende Lösung, die Prozesse in der Pharma- und Biopharma-Industrie effizienter gestaltet. Gase werden zuverlässig identifiziert, Kosten gesenkt und Zeit gespart – ein klarer Vorteil für Unternehmen und Lieferanten gleichermaßen. (br)
Air Liquide Deutschland GmbH, Düsseldorf



