Herr Bleher, können Sie die Asys-Unternehmensgruppe kurz vorstellen?
Bleher: Die Asys-Gruppe wurde 1992 als Zwei-Mann-Unternehmen von Werner Kreibl und Klaus Mang gegründet. Heute umfasst der Standort Dornstadt eine Fläche von 27 000 m2 und beschäftigt rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weltweit sind es über 900. Das Unternehmen ist global aufgestellt und ist mit Niederlassungen, beispielsweise in den USA, Mexiko, China, Taiwan, Indien und vielen anderen Ländern, vertreten.
Neben den zwei großen Standbeinen Elektronik und Solar ist Asys momentan dabei, den Bereich Life Science als drittes Standbein zu etablieren. Was verbirgt sich hinter diesem Geschäftsfeld?
Bleher: Im Geschäftsfeld Life Science fassen wir alles zusammen, was die Bereiche Pharma, Diagnostika, Medizintechnik oder ähnliche Branchen betrifft. Wir haben uns bewusst für den Namen Life Science entschieden, um allen Industriezweigen dieser Branche gerecht zu werden und uns nicht auf einen dieser Bereiche konzentrieren zu müssen.
Haben Sie schon einschlägige Erfahrung in diesem Bereich?
Bleher: Wir arbeiten schon seit Jahren mit Kunden aus der Elektromedizin, Medizintechnik oder pharmazeutischen Industrie zusammen. So liefert beispielsweise unser Unternehmen Asys Tecton Palettier und Transfersysteme in die Pharmaindustrie. Auf der anderen Seite sind wir mit unserem Unternehmen Asys Prozess- und Reinraumtechnik seit vielen Jahren im Bereich Reinraum- und Laminar-Flow-Systeme unterwegs. Jetzt wollen wir diese Aktivitäten im Geschäftsfeld Life Science konzentrieren. Dadurch können wir unsere vertrieblichen Tätigkeiten gegenüber dem Kunden konzentrieren und Synergien aus der Asys-Gruppe besser nutzen. Außerdem werden wir auch auf Seiten des Produktmanagements schlagkräftiger. Wir können so Kunden im regulierten Bereich optimal bedienen und besser auf die speziellen Branchenanforderungen, zum Beispiel hinsichtlich der Validierung, eingehen.
Das Produktportfolio des Geschäftsfeldes Asys Life Science ist also zweigeteilt?
Bleher: Ja, man kann unser Produktportfolio in zwei Bereiche gliedern. Auf der einen Seite ist da die Automatisierung, auf der anderen die Prozess- und Reinraumtechnik. Im Bereich Automatisierung sprechen wir vor allem von Anlagen im Bereich Handling, Montage, Verpackung und dort im Besonderen Trayloading- oder Sonderlösungen aller Art. Im Bereich Prozess- und Reinraumtechnik sind wir mit Reinraumlösungen, reinraumfähigen Lagersystemen und LaminarFlow-Systemen unterwegs – also die klassische Reinraumtechnologie. Unser Vorteil: Letztere können wir auch in Produktions- oder Verpackungsanlagen integrieren.




