Die Wirkstoffsynthese findet zumeist in mehreren Syntheseschritten statt. Nach dem Filtrieren eines hierbei entstandenen Feststoffes werden die letzten Flüssigkeitsreste in der Regel in einem Trockner abgeschieden und dabei wieder zurückgewonnen. Aufgrund der Empfindlichkeit vieler Substanzen erfolgt die Trocknung bei geringen Temperaturen, meistens in Vakuumtrocknern. Während mechanische Fest-Flüssig-Abscheidungen batchweise oder kontinuierlich stattfinden können, erfolgt die Vakuummischtrocknung immer batchweise. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass oft Chargen von 4, 6 oder auch 12 m3 zu trocknen sind.
Im Sinne der Gesamteffizienz ist es jedoch wichtig, dass der Vakuummischtrockner das gesamte Volumen totraumfrei verströmen kann, also während des Trocknens als Präzisionsmischer fungiert, unabhängig davon, ob die Güter suspendiert, granulatartig, zähplastisch oder pulvrig vorliegen.
Wird der Vakuummischtrockner als Reaktor genutzt und mehrere Stufen eines Wirkstoffes nacheinander synthetisiert, können die rheologischen Eigenschaften der einzelnen Stufen stark variieren und oftmals werden im Zuge des Vakuumtrocknens hochviskose Phasen durchfahren. Manche Substanzen weisen sogar zähplastische Konsistenzen auf. Erst im späteren Verlaufe des Vakuumtrocknens verringern sich die kapillaren Haftkräfte, die Masse wird erst bröcklig, dann granulatartig, schließlich pulvrig und idealerweise letztendlich frei fließend.
Aufgrund dieser Tatsache ist während des gesamten Trocknungsvorganges eine hohe Mischgüte erforderlich. Vertikale Vakuummischtrockner erzeugen daher im Mischraum dreidimensionale Umschichtungsströmungen. Die Mischgüter werden entlang der Gefäßwandung aufwärts gefördert und fließen im Behälterzentrum abwärts. Oftmals verändern sich die Schüttdichten der Güter während des Trocknens. Manchmal nimmt das Volumen zu. In einigen Fällen bleibt das Volumen gleich, in anderen Fällen wird die Masse dichter und der Füllgrad des Mischtrockners nimmt ab. Insbesondere konisch gestaltete Vakuummischtrockner können auch bei geringeren Füllgraden ideale Mischgüten erzeugen. Aufgrund des Sinconvex-Helix-Mischwerkzeuges von Amixon werden besonders hohe Restentleerungsgrade erzielt.
Hygienisch ausgeprägte Vakuummischtrockner ermöglichen eine hochreine Wirkstoffaufbereitung. Das Mischwerk ist in diesen Geräten nur von oben angetrieben und vollständig beheizbar. Die Wellendichtungen der Mischwerkwelle und des Schneidrotors sind als gasgeschmierte Gleitringdichtungen ausgeführt. Sämtliche produktberührten Bauteile sind fugenfrei verschweißt und verschliffen. Es gibt keine Verschraubungen oder Flanschanbindungen im Mischraum. Das gilt auch für die totraumfrei arbeitende Verschlussarmatur am Ende des Mischraumes, die eine besonders hohe Gasdichtigkeit aufweist.




