cav: Herr van de Vel, Multivac ist dieses Jahr zum zweiten Mal auf der Achema in Frankfurt vertreten. Mit welchen Exponaten sind Sie auf der Messe vertreten?
van de Vel: Unser diesjähriges Ausstellungsstück ist eine Verpackungslösung für pharmazeutische und Biotech-Anwendungen sowie für Bereiche, in denen eine hohe Flexibilität bei der Verpackung von sensiblen Produkten gefragt ist. Die Verpackungsmaschine legt das Packgut flexibel ein, versiegelt die Packung und versieht diese ggf. mit Schutzgasatmosphäre. Anschließend wird die Verpackung an den nachgelagerten Prozessschritt, wie zum Beispiel der Sekundärverpackung, weitergegeben. Der eigentliche Clou der Lösung ist ihre im Hinblick auf eine sichere Line Clearance verbesserte Maschinenkonstruktion. Diese sorgt unter anderem dafür, dass auch bei häufigen Chargenwechseln eine sichere Umrüstung der Maschine gewährleistet ist.
cav: Warum ist dieser Aspekt so wesentlich?
van de Vel: Wie in anderen Industrien auch, werden die Produktionslose in der pharmazeutischen Industrie zunehmend kleiner. Darüber hinaus nimmt die Komplexität und Sensibilität der Produkte laufend zu. Der Verpackungsprozess wird jedoch umso unwirtschaftlicher, je öfter die Maschine angehalten werden muss, um sie zu reinigen, Werkzeuge zu wechseln oder in ihrem Inneren nach verloren gegangenen Teilen zu suchen. Daher haben wir bei unserer neuen Lösung einige konstruktive Maßnahmen ergriffen, um die Line Clearance so sicher und einfach wie möglich zu machen, und dem Bedienpersonal den Formatwechsel zu erleichtern. Zudem haben wir den Maschinenzugang optimiert.
cav: Wie sehen diese Verbesserungen konkret aus?
van de Vel: Im Inneren der Maschine haben wir die Räume, in denen die Verpackungsprozesse stattfinden, so weit wie möglich von den Technikräumen getrennt. Dafür wurden Installationseinheiten wie Schläuche, Kabel und Ventile aus dem Maschineninneren auf die Rückseite der Maschine verlegt. Damit haben wir das Risiko minimiert, dass Produkte während des Verpackungsprozesses irgendwo hängen bleiben. Zudem haben wir die Tiefziehmaschine mit einer durchsichtigen Front aus Polykarbonat verkleidet und großflächige Türen eingebaut. Auf diese Weise kann das Bedienpersonal das Innere der Maschine gut einsehen und kommt auch gut an verloren gegangene Teile heran.
cav: Sie erwähnten den einfacheren Formatwechsel. Wie sehen hier die Verbesserungen konkret aus?




