Zu den Unannehmlichkeiten der Covid-Pandemie traten 2021 auch noch wirtschaftliche Herausforderungen auf: Rohstoffknappheit und exorbitante Preissteigerungen für Materialien und Energie machten sich ab Mitte des Jahres bemerkbar. Trotzdem nutzte Faller Packaging seine Chancen und blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: „Der Umsatz an unseren deutschen Standorten ist leicht gestiegen“, erklärt Chief Executive Officer Dr. Daniel Keesman zufrieden. „Unsere internationalen Niederlassungen in Dänemark, Polen und Ungarn verzeichnen teils starke Umsatzzuwächse.“ Konkret heißt das: Faller Packaging konnte den Umsatz erneut steigern – um 3,3 % auf jetzt 147,8 Mio. Euro.
Zudem investierte Faller Packaging 2021 wieder kräftig in die Weiterentwicklung der Standorte. Insgesamt 7,8 Mio. Euro – das entspricht einer Investitionsquote von 5,3 % – flossen hauptsächlich in den Ausbau von Automatisierung und Digitalisierung. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens lag auch 2021 wieder über dem Durchschnitt.
CO2-Neutralität ab 2030 angestrebt
Auch ökologisch ist Faller Packaging weiterhin auf einem guten Weg. Das Unternehmen arbeitete weiter am Energie- und Rohstoffverbrauch und nahm das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in den Fokus. „Deshalb sind wir Partner des Projekts ‚Zielgerade 2030‘ – dem Gemeinschaftsprojekt der IHK Südbaden und der Energieagentur Freiburg – geworden und haben uns selbst das Ziel gesetzt, ab dem Jahr 2030 CO2-neutral zu wirtschaften“, führt der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Michael Faller aus.
Nachhaltigkeit bedeutet für Faller Packaging auch, soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Trotz anhaltender Corona-Pandemie konnte Faller Packaging die Zahl der Mitarbeitenden ausbauen, so dass jetzt 1325 Menschen an den Standorten in Deutschland und Europa arbeiten. Erfreulich ist auch der Zuwachs an Frauen in Führungspositionen. Zum einen hat sich die Zahl der Spezialistinnen, also Mitarbeiterinnen mit erweiterten Kompetenzen, von 6,8 auf 18,9 % deutlich erhöht. Zum anderen hat Faller Packaging durch Neuzugänge im Executive Committee den Frauenanteil in der Geschäftsleitung auf fast 30 % gesteigert.
140 Jahre Faller Packaging
Nicht nur das positiv verlaufene Geschäftsjahr ist ein Grund zu feiern: Faller Packaging beging am 1. Mai 2022 auch sein 140. Firmenjubiläum. Alles begann 1882, als August Faller die „Graphische Kunstanstalt“ gründete, die als Steindruckerei in Waldkirch Geschäftsdrucksachen, Postkarten und Etiketten herstellte. Es folgten Zeiten des steten Wachstums, aber auch zahlreiche Höhen und Tiefen. „Große Herausforderungen waren sicher die beiden Weltkriege, die jeweils einen von außen erzwungenen Neuanfang bedeuteten“, nennt Dr. Faller als Beispiel. „Viele in den Kriegen gefallene Mitarbeiter und weggebrochene Absatzmärkte verlangten Aufbauwille und Neuausrichtung.“




