Zum Inhalt springen
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
Branche:PharmaKosmetikOTC & Gesundheit
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Pharma ProzesstechnikKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Pharma Prozesstechnik
    © 2026 Pharma Prozesstechnik
    Startseite/Branche & Markt/Artikel
    Elektronische Nase unterscheidet Minzdüfte
    Bildquelle nicht angegeben
    Branche & Markt

    Elektronische Nase unterscheidet Minzdüfte

    Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben eine elektronische Nase mit einem künstlichen Geruchssinn entwickelt: Mit hoher Präzision kann sie unterschiedliche Minzarten erkennen.
    Veröffentlicht
    23. Mai 2021
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Branche & Markt

    In der Natur locken pflanzliche Duftstoffe beispielsweise Insekten an. Aber auch in der Industrie werden sie genutzt, etwa beim Herstellen von Parfums und Aromen. Um speziell die Duftstoffe der Minze zuverlässig, schnell und objektiv zu unterscheiden, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eine elektronische Nase mit einem künstlichen Geruchssinn entwickelt: Mit hoher Präzision kann sie unterschiedliche Minzarten erkennen – damit eignet sie sich u.a. für Anwendungen in der pharmazeutischen Qualitätskontrolle.

    „Bislang kennt die Forschung schätzungsweise 100 000 unterschiedliche biologische Verbindungen, über die benachbarte Pflanzen miteinander interagieren oder andere Organismen wie Insekten steuern“, sagt Professor Peter Nick vom Botanischen Institut des KIT. „Diese Verbindungen sind bei Pflanzen der gleichen Gattung sehr ähnlich.“ Ein klassisches Beispiel in der Pflanzenwelt sei die Minze, bei der die verschiedenen Sorten mit sehr artspezifischen Duftstoffen ausgestattet seien. Insbesondere die industrielle Überwachung von Minzöl unterliege zum Vermeiden von Fälschungen einer strengen gesetzlichen Regelung, sei zeitaufwendig und erfordere viel Geschick, so der Wissenschaftler. Unterstützen soll dabei eine neue elektronische Nase auf Basis von Sensoren mit kombinierten Materialien, die Forschende vom Botanischen Institut, vom Institut für Funktionale Grenzflächen (IFG), vom Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) und vom Lichttechnischen Institut (LTI) des KIT gemeinsam entwickelt und bereits mit sechs unterschiedlichen Minzarten erprobt haben.

    Elektronische Nase nach biologischem Vorbild

    Bei der Entwicklung der elektronischen Nase orientiert sich das gesamte Forschungsteam so weit wie möglich am biologischen Vorbild: Die Geruchszellen, die beim Menschen Informationen über elektrische Impulse ans Gehirn geben, ersetzen sie durch insgesamt zwölf spezielle Sensoren (Quartz Crystal Microbalance-, kurz QCM-Sensoren). Diese bestehen aus zwei Elektroden mit einem Quarzkristall. Solche Bauteile sind beispielsweise auch in Mobiltelefonen verbaut, da sie kostengünstig eine hohe Genauigkeit der Mobilfunkfrequenzen garantieren. „Die Duftstoffe der Minze lagern sich auf der Oberfläche der Sensoren ab. Dadurch ändert sich deren Resonanzfrequenz, und wir erhalten eine Reaktion auf den jeweiligen Duft“, erläutert Professor Christof Wöll vom IFG. Duftstoffe bestehen aus organischen Molekülen in unterschiedlicher Zusammensetzung. Damit die neuen Sensoren diese aufnehmen können, haben die Forschenden vom IFG zwölf spezielle Sensormaterialien, unter anderem die am IFG entwickelten Metall-Organischen Gerüststrukturen (engl. Metal-Organic Frameworks, kurz MOFs), verwendet. „Diese Materialien sind hochporös und für Sensor-Anwendungen besonders gut geeignet, weil sie wie ein Schwamm viele Moleküle aufnehmen können“, so Wöll. „Durch die Kombination der Sensoren mit den unterschiedlichen Materialien verschalten wir quasi ein neuronales Netzwerk.“

    Training mit sechs Minzarten durch Maschinelles Lernen

    Pharma

    Mehr aus Branche & Markt

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Branche & Markt.

    Alle Branche & Markt-Artikel
    GEA präsentiert Filmbeschichter ConsiGma FC Flex für Produktionsmaßstab
    Branche & Markt

    GEA präsentiert Filmbeschichter ConsiGma FC Flex für Produktionsmaßstab

    7. Oktober 2026

    GEA hat auf der CPHI Mailand den ConsiGma FC Flex vorgestellt, einen Filmbeschichter, der den im Labormaßstab entwickelten Prozess auf kommerzielle Produktionsmengen überträgt.

    Aseptische Abfüllung in der Pharmaindustrie: Grundlagen, Verfahren und Anlagenkonzepte
    Branche & Markt

    Aseptische Abfüllung in der Pharmaindustrie: Grundlagen, Verfahren und Anlagenkonzepte

    6. Oktober 2026

    Aseptische Abfüllung gehört zu den anspruchsvollsten Prozessen in der pharmazeutischen Produktion. Dieser Artikel erklärt die technischen Grundlagen, gängige Verfahrensprinzipien und die Anforderungen an Anlagen und…

    ← Zurück zu Branche & MarktZur Startseite

    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    Die elektronische Nase haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit sechs verschiedenen Minzarten getestet – darunter klassische Pfefferminze, Pferdeminze und Katzenminze. „Mit unterschiedlichen Methoden des Maschinellen Lernens trainieren wir die Sensoren so, dass sie aus den gesammelten Daten den Fingerabdruck des jeweiligen Dufts erstellen und so die Düfte voneinander unterscheiden können“, erläutert Wöll. Nach jeder Duftstoff-Probe werde die Nase etwa eine halbe Stunde lang mit Kohlendioxid (CO2) durchgespült, damit die Sensoren regenerieren.

    Die Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsteams haben gezeigt, dass die elektronische Nase mit QCM-Sensoren Minzdüfte mit hoher Spezifität einer Art zuordnen kann. Zusätzlich sei sie eine benutzerfreundliche, zuverlässige und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Methoden wie Massenspektrometrie, sagt der Wissenschaftler. Für die Weiterentwicklung stehen Sensoren im Fokus, die schneller regenerieren und dann erneut Gerüche aufnehmen können. Weiterhin konzentrieren sich die Forschenden vom IFG auf MOF-Materialien, um diese für andere Anwendungsbereiche wie beispielsweise für die künstliche Geruchserfassung in der medizinischen Diagnostik auszugestalten.

    Granulierung in der Feststoffproduktion: Verfahrensprinzipien, Anlagenkonzepte und Qualitätsanforderungen
    Branche & Markt

    Granulierung in der Feststoffproduktion: Verfahrensprinzipien, Anlagenkonzepte und Qualitätsanforderungen

    1. Oktober 2026

    Die Granulierung ist ein zentraler Prozessschritt in der pharmazeutischen Feststoffproduktion und beeinflusst maßgeblich die Fließfähigkeit, Komprimierbarkeit und Bioverfügbarkeit von Tabletten. Ein Überblick über die…

    Grundlagen der Wirbelschichttechnologie in der pharmazeutischen Feststoffproduktion
    Branche & Markt

    Grundlagen der Wirbelschichttechnologie in der pharmazeutischen Feststoffproduktion

    29. September 2026

    Wirbelschichtanlagen gehören zu den vielseitigsten Apparaten in der pharmazeutischen Feststoffverarbeitung. Dieser Artikel erklärt das Funktionsprinzip, die wichtigsten Prozessvarianten sowie Auswahlkriterien und…