Das Multi-Mill-Anlagenkonzept ist ein Lösungsansatz, der flexibel auf verschiedene Produkte, Feinheiten und Batchgrößen anwendbar ist. Dabei können verschiedenste Mahlsysteme wechselweise in einer gemeinsamen Anlagenperipherie betrieben werden. Kommt es zu einem Produktwechsel oder wird ein Produkt in sehr unterschiedlichen Qualitäten produziert, können Hersteller mit Multi-Mill-Konzepten besonders schnell reagieren.
Die pharmazeutische Produktion ist geprägt durch steigende Ansprüche an Flexibilität, Automatisierung und vor allem an Produkt- und Mitarbeiterschutz. Darüber hinaus gilt natürlich uneingeschränkt die Einhaltung der geltenden, regulatorischen Anforderungen an Qualität und Dokumentation nach GMP. Das Multi-Mill-Anlagenkonzept ist ein Lösungsansatz, der flexibel auf verschiedene Produkte, Feinheiten und Batchgrößen anwendbar ist. Durch ihre Anpassungsfähigkeit erleichtern die Systeme den Prozesstransfer von der Entwicklung in den Produktionsmaßstab, über Standortgrenzen hinweg und nicht zuletzt vom Auftraggeber an einen Lohnhersteller. Letztere profitieren besonders vom Einsatz solcher Systeme, da sie sich mit einem variablen System ein breites Spektrum an verschiedenen Technologien ins Programm holen und die verschiedenen Originalprozesse ihrer Endkunden besser abbilden können. Der nächste Schritt ist dann die Integration der multifunktionellen Anlagen in einen Isolator.
Nahezu unbeschränkte Flexibilität
Im Mittelpunkt des Multi-Mill-Konzepts von Hosokawa Alpine steht die besonders große Flexibilität. Da die Mühle – als Kernstück der Anlage – austauschbar ist, können auf ein und derselben Grundinstallation verschieden Mahlprozesse realisiert werden und damit verschiedenste Feinheitsbereiche und Kornverteilungen erzeugt werden. Diese Umrüstbarkeit erlaubt zudem eine Kostenreduzierung im Vergleich zu herkömmlichen Anlagenkonzepten. Die Anlagen können unterschiedliche Produkte verarbeiten und damit besser ausgelastet werden – Stillstandzeiten werden reduziert. Investitionskosten, Raumbedarf und nicht zuletzt der Qualifizierungsaufwand sind im Vergleich zu mehreren Einzelanlagen deutlich geringer. Zusätzliche Variabilität kann im Bereich der Batchgrößen ermöglicht werden, wenn unterschiedliche Abscheidelösungen miteinander kombinierbar sind. Rückt dann noch die Isolatorintegration in den Mittelpunkt der Anlagenkonzeption, punktet das Multi-Mill-Konzept durch nahezu unbeschränkte Flexibilität – mit Blick auf die Risikogruppen der zu verarbeitenden Stoffe.
Fünf Mahlsysteme in einer Anlage
Das Prinzip der Multi-Mill-Anlagen lässt sich in verschiedenen Baureihen realisieren. Während in kleineren Labor- und Pilotanlagen das Mühlenmodul in der Regel von Hand gewechselt werden kann, werden bei Produktionsanlagen die Mühlenmodule in fahrbare Rahmenkonstruktionen mit identischen Abmessungen an den mechanischen Schnittstellen integriert. Nach wenigen Minuten Umbauzeit lassen sich hier beispielsweise folgende Zerkleinerungsverfahren realisieren:




